Sexualdelinquenz: Täter-Opfer-Systeme im Verhältnis zu Sozialer Arbeit, Exekutive und Justiz

Dina Nachbaur (Weißer Ring), Volkmar Ellmauthaler (LV-Leiter) und Monika Vyslouzil (Leiterin des Ilse Arlt Instituts)

Interdisziplinäre Vorlesung und Diskussion mit Dina Nachbaur (Weißer Ring) und Volkmar Ellmauthaler (Leiter der LV "Sexualdelinquenz" im SoSe 2013)

Sexualstraftaten stellen eine besondere Herausforderung für die Gesellschaft dar: Oft erfolgen sie unbemerkt und im unmittelbaren sozialen Umfeld, meist lösen sie Scham und Verunsicherung aus. Maßnahmen gegenüber den Tätern sollen einerseits vor weiteren Delikten schützen, andererseits die soziale Integration der Täter in die Gesellschaft sowie eine etwaige Therapie ermöglichen. Opferschutzmaßnahmen unterstützen Betroffene und ihre Angehörige, etwa im Falle eines Gerichtsverfahrens. Beides – die Arbeit mit Opfern als auch mit Tätern – erfolgt durch VertreterInnen unterschiedlicher Professionen, vor allem aus den Bereichen Soziale Arbeit, Exekutive und Justiz. Wie gelingt diesen der Spagat zwischen Sanktion und Integration? Welche Schwierigkeiten treten in Verfahren von Sexualstraftätern auf, welche Regelungen betreffen Polizei, Staatsanwaltschaft und Sozialarbeit im Umgang mit Tätern aber auch mit Opfern?

Diesen und weiteren Fragen zum Thema widmete sich die interdisziplinäre Vorlesung und Diskussion mit Mag. Dr. Dina Nachbaur (Weißer Ring) und Mag. Dr. Volkmar Ellmauthaler, der im Sommersemester die Lehrveranstaltung "Sexualdelinquenz und Soziale Arbeit" leitet. Die Schwerpunkte der Vorlesung waren Rechtsnormen zur Sexualdelinquenz, Verfahren vor Polizei, Staatsanwaltschaft und Gericht, kontradiktorische Befragung, Prozessbegleitung und andere Opferschutzmaßnahmen.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Ringvorlesung "Im Einsatz für Menschenrechte" statt.

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