SKILL bei bm:wfw-Veranstaltung

Dr. Angelika Hofhansl (Med. Uni Wien), Dr. Josef Weißenböck (FH St. Pölten), Prof. Rudolf Egger (Uni Graz) am Podium

Fokus der Auftaktveranstaltung war „Stellenwert der Lehre – Anreizsetzung für hochschuldidaktische Weiterbildung“.

Die FH St. Pölten, konkret Dr. Josef Weißenböck in seiner Rolle als Leiter von „SKILL“, war am 25. April 2017 als Speaker für den FH-Sektor beim Kick-off zur neuen Veranstaltungsreihe „Dialog zur hochschulischen Lehre“ des bm:wfw und OEAD in Wien geladen. Dabei ging vor allem um folgende Fragestellungen:

  • Welche Maßnahmen und Anreize können aus strategischer Perspektive gesetzt werden, um Weiterbildungsangebote im Bereich der Hochschuldidaktik für Lehrende attraktiv(er) zu gestalten, sodass sich die Teilnehmer/innenzahlen erhöhen?
  • Welche Maßnahmen, Anreize und Rahmenbedingungen können strategisch wie auch praktisch gesetzt werden, um Lehrende dahingehend zu fördern, das in Fortbildungen erlernte theoretische Wissen in den eigenen Unterricht einzubauen?
  • Gibt es Möglichkeiten, Weiterbildungen im Bereich der Hochschuldidaktik als karriererelevant zu manifestieren?

Moderatorin Dr. Angelika Hofhansl (Teaching Center, Medizinische Universität Wien), Prof. Rudolf Egger (Zentrum für Lehrkompetenz, Universität Graz) und Dr. Josef Weißenböck (SKILL, FH St. Pölten) präsentierten jeweils die strategischen Ansätze ihrer Institutionen und diskutierten anschließend mit dem Publikum.

Großes Interesse und kontroverse Diskussion

Josef Weißenböck berichtete über strategisch gesetzte Initiativen zur Qualitätsentwicklung in der Lehre an der FH St. Pölten wie dem „Weißbuch Qualität der Lehre“, dem Lehrgang „Zertifikat hochschuldidaktische Kompetenz“, den FH-weiten Lehrentwicklungsprojekten „Inverted Classroom“ und „Game Based Learning“, dem „Tag der Lehre“ und der FH-weit verbindlichen „Kollegialen Hospitation“. Diese Inputs waren für die geladenen Entscheidungsträger aus dem gesamten österreichischen Universitäts- und Hochschulsektor von großem Interesse wie die weitere Diskussion und anschließende informelle Gespräche zeigten.

Übereinstimmend wurde auf dem Podium und im Publikum schließlich festgehalten, dass die strategische Einbindung von Qualitäts- und Kompetenzentwicklungsinitiativen im Bereich Hochschuldidaktik der Schlüssel zu entsprechendem Impact und nachhaltiger Wirkung innerhalb der Hochschulinstitutionen ist.  Das Bewusstsein und der „politische Wille“ der Führungsebene wurde ebenfalls als erfolgskritischer Faktor isoliert. Schließlich wurde – durchaus auch kontrovers – über unterschiedliche Rahmenbedingungen an Universitäten und Fachhochschulen diskutiert.

Am Ende der Veranstaltung wurde das Portal „Atlas der guten Lehre“ präsentiert, das inzwischen zahlreiche Good-Practice-Beispiele hochschulischer Lehre in Österreich als generisches „Online-Nachschlagewerk“ öffentlich zugänglich macht.  Durch ihre Funktion als Überblicksinstrument und zum gegenseitigen Informationsaustausch soll die Website die stetige Verbesserung der Qualität in der Lehre unterstützen und entsprechende Aktivitäten sichtbar machen. Die FH St. Pölten ist bereits seit 2015 mit mehreren Einträgen auf diesem Portal präsent.

Hintergrundinformation zur Veranstaltung

Das strategische Kick-off der Veranstaltungsreihe „Stellenwert der Lehre – Anreizsetzung für hochschuldidaktische Weiterbildung“ richtete sich an: Hochschulleitungen, Personalentwickler/innen, Senatsmitglieder, Studiengangsleitungen und Studienprogrammleiter/innen der privaten und öffentlichen Universitäten und der Fachhochschulen. Ein interessiertes Publikum aus dem Bereich der hochschulischen Interessensvertretungen, der Bildungsforschung und der Studierendenvertretung war ebenfalls herzlich willkommen.

Die vierteilige Veranstaltungsreihe „Dialog zur hochschulischen Lehre“ richtet sich in der Folge an Angehörige der Hochschulen, deren Lehrende und alle, die an der Weiterentwicklung von Lehre und Hochschuldidaktik interessiert sind. Der zweite Teil der Veranstaltung ist für den 26. Juni geplant. Dann wird das Thema „Kompetenzorientiert Prüfen“ im Mittelpunkt stehen.

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