Technische Abschlussarbeiten überzeugten beim Smart Engineering Award 2019

Der erste Platz des Smart Engineering Awards ging an das Projekt "Smart CUP"

Smarte IngenieurInnen von morgen wurden beim open.day an der FH St. Pölten prämiert – ihre Abschlussarbeiten zum Thema „Produktion der Zukunft“ haben großes Potential

Im Rahmen des open.day am 15. März 2019 fand zum dritten Mal die Verleihung des Smart Engineering Awards an der Fachhochschule St. Pölten statt. Prämiert wurden die besten zehn Abschlussarbeiten von Schülerinnen und Schülern aus dem Themenfeld „Produktion der Zukunft“.

An der Verleihung teilgenommen haben die Projektmitglieder der besten zehn Projekte sowie deren ProjektbetreuerInnen, Familienmitglieder und Angehörige. Durch die Verleihung führte Studiengangsleiter des Bachelor Studiengangs Smart Engineering Thomas Felberbauer.

Franz Fidler, Studiengangsleiter der Master Studiengänge Digital Design, Digital Media Production und Interactive Technologies, war mit seinem Vortrag „Machine-to-Machine Business Szenarien: Blockchain & Co“, beim Award zu Gast und erläuterte, wie die Blockchain-Technologie, die derzeit die Grundlage für Kryptowährungen bildet, in Zukunft auch eine wichtige Rolle in der industriellen Produktion spielen kann.

Die drei Siegerprojekte des Awards

SchülerInnen konnten sich im Jahr 2018 mit einer technischen Abschlussarbeit zur Teilnahme am Smart Engineering Award bewerben. Danach erfolgte aus allen Einreichungen eine Vorauswahl der zehn besten Arbeiten. Anhand der Vollversion der qualitativ hochwertigen Abschlussarbeiten kürte eine Fachjury aus Forschung, Lehre und Wirtschaft die drei Siegerarbeiten. 

1. Platz (EUR 1.000) für Smart CUP

  • Projekttitel: Smart CUP – Füllstandmessung für Gläser, Becher und Tassen
  • Schule: HTL Rennweg
  • Projektgruppe: Christoph Amon, Christian Janßen, Florian Kristof und David Stadlmann
  • Betreuer: DI Herbert Fleck, DI Andreas Schubert, Dipl.-Päd. Johannes Stehlik

Smart CUP erinnert seine NutzerInnen, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen.

Das Gerät ist eine universell einsetzbare technische Lösung, um Flüssigkeitsmengen in Gläsern, Bechern, Tassen oder Flaschen zu bestimmen. Über einen vorgegebenen Zeitraum wird die Trinkmenge gemessen, bei drohendem Flüssigkeitsmangel gibt das Gerät eine Warnung aus.

Einsetzbar ist Smart CUP in allen Arbeits- und Alltagssituationen, aber vor allem auch im Seniorenbereich.

Das entwickelte Gerät besteht aus einer technischen Einheit und einer rutschfesten Hülle, die den Trinkbehälter umschließt (CUP) und mit der technischen Einheit verbindet.

Die technische Einheit enthält eine Wägezelle, einen Lagesensor, ein Bluetooth- sowie ein Wireless-Charging-Modul, Warn-LEDs und einen Summer. Die ermittelten Daten werden über Bluetooth an eine eigens für das Projekt entwickelte Android-App gesendet und dort angezeigt. Die zuvor beschriebene Warnung bei Flüssigkeitsmangel wird über LEDs, optional einen Summer und in der App ausgegeben.

2. Platz (EUR 500) für Inventarisierungsroboter

  • Projekttitel: Inventarisierungsroboter
  • Schule: HTL Leonding
  • Projektgruppe: Alexander Do, Daniel Schausberger und Stefan Smiljkovic
  • Betreuer: Prof. Dipl.-Ing. Michael Bucek

Ein autonomer Roboter als Unterstützung für eine ordentliche Buchhaltung – dieser Gedanke liegt dem Projekt "Inventarisierungsroboter" zugrunde.

Da Labels nicht immer gut sichtbar auf Anlagen angebracht sind, soll ein Roboter, ausgestattet mit Kamera, Lesegerät, Antenne und Mikrocontroller, sich autonom von Büro zu Büro (Zielpunkte auf einer vordefinierten Karte) fortbewegen und die Informationen über die im Raum platzierten Gegenstände auslesen, speichern und in eine XML-Datei exportieren. 

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3. Platz (EUR 300) für digitale Gedächtnisstütze

  • Projekttitel: Digitale Gedächtnisstütze für demente Menschen
  • Schule: HTBLVA Waidhofen
  • Projektgruppe: Lukas Handsteiner, Peter Limbach und Daniel Pfisterer
  • Betreuer: Dipl.-Ing. Horst Dietrich und Dipl.-Ing. Eckhard Gussmack

Ziel des Projektes ist es, das Kurzzeitgedächtnis dementer Menschen durch technische Hilfsmittel nicht nur zu stützen, sondern auch sicherzustellen, dass für PflegerInnen und Angehörige wichtige Informationen nicht verloren gehen.

Mittels Headset werden Gespräche aufgezeichnet und anschließend automatisch verschriftlicht; ein Programm durchsucht die entstandene Textdatei nach wichtigen Informationen wie etwa Datums- und Zeitangaben, speichert diese ab und leitet sie an eine App weiter, wo sie dann eingesehen, ergänzt und erneut gespeichert werden können.

Die App fungiert für die demente Person und ihre Angehörigen als digitale Gedächtnisstütze, die anstehende Termine automatisch in Erinnerung ruft.

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Wettbewerb für technische Abschlussarbeiten

Der Smart Engineering Award wird im Jahr 2020 das bereits vierte Mal verliehen. Bis 30. Juni 2019 können sich SchülerInnen mit ihren technischen Diplom- oder Abschlussarbeiten rund um das Thema „Produktion der Zukunft“ dafür bewerben. 

Weitere Informationen zum Award und zu Teilnahmebedingungen finden Sie hier.

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