Symposium Bild Sprach Raum: Amina Handke und Leopold Kessler

Symposium Bild Sprach Raum: Amina Handke und Leopold Kessler zu Gast an der FH St. Pölten | Copyright: FH St. Pölten/Qiu Junxiang

Medienschaffende waren zu Gast an der FH St. Pölten und gaben Einblicke in ihre Arbeit an der Schnittstelle von Kunst und Medien.

Kommunikationsprozesse und ihren Einfluss auf die Arbeit im Medienbereich verstehen, das erlernen Masterstudierende in der Lehrveranstaltung „Grundlagen der Kommunikationswissenschaften“ im Masterstudiengang Digitale Medientechnologien. Was in der Theorie anhand grundlegender Texte erarbeitet wird, kann im Rahmen der Lehrveranstaltung auch an realen Beispielen überprüft und diskutiert werden. Michael Jaksche und Georg Eckmayr, Leiter der Lehrveranstaltung, organisieren zu diesem Zweck ein „Minisymposium“, bei dem die Studierenden Gelegenheit haben, Einblicke in die Arbeit von Medienschaffenden an der Schnittstelle von Kunst und Medien zu nehmen und in informellem Rahmen deren Arbeit sowie den Kontext ihres Schaffens in den Fokus zu nehmen. Dieses Jahr waren Amina Handke und Leopold Kessler zu Gast.

Verknüpfung konzeptueller, budgetärer und organisatorischer Fragen

In ihrem Vortrag gewährte Amina Handke Einblick in die Entstehung der Sendereihe „Quotenpublikum“, die sie für ORF III konzipiert und umgesetzt hat. In jeder der jeweils dreiminütigen Sendungen können aus den Medien bekannte Prominente dabei beobachtet werden, wie sie fernsehen. Während sich „Quotenpublikum“ auf diese Weise inhaltlich mit Kommunikation als Medienrezeption und -inszenierung auseinandersetzt, zeigte Handke in ihrem Vortrag auch, welche Rolle Kommunikation „hinter den Kulissen“ während der Produktion spielt und wie eng konzeptuelle, budgetäre und organisatorische Fragen miteinander verknüpft sind.

Grenze zwischen Öffentlichkeit und Privatsphäre

Leopold Kesslers „soziale Plastiken“ sind künstlerische Arbeiten, die meist als Interventionen im öffentlichen Raum die Grenze zwischen Öffentlichkeit und Privatsphäre untersuchen. Ob ein künstlicher Gastgarten, der auf den ersten Blick einem Schanigarten gleicht und erst beim Versuch, Platz zu nehmen, enthüllt, dass er von den Salzstreuern bis zu den vermeintlichen Klappsesseln aus eigens angefertigten, unbrauchbaren Objekten besteht, oder eine überdimensionale, acht Meter lange Schuhputzmaschine in einem Pariser Park – immer wieder beginnt sich erst bei näherem Hinsehen zu erschließen, was von einem flüchtigen Blick als alltäglich übersehen werden könnte.

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