Tagung zur Organisation von Hilfe im Gemeinwesen

Community Social & Health Care Symposium, 21. und 22. September 2016

Das zweitägige Community Social & Health Care Symposium widmet sich der Frage, wie Hilfe im Gemeinwesen künftig organisiert werden kann, sodass Menschen mit ihren Anliegen an eine geeignete Stelle gelangen.

Im Zentrum der Tagung steht die Zusammenarbeit von Sozial- und Gesundheitsberufen. Expertinnen und Experten aus Europa und den USA berichten von ihren Erfahrungen.

Verbinden von Gesundheits- und Sozialberufen

Am ersten Tag wird sich das Ilse-Arlt-Symposium, benannt nach der Wegbereiterin wissenschaftsgeleiteter Sozialer Arbeit, mit dem Bedarf an interdisziplinärer Zusammenarbeit zwischen Sozial- und Gesundheitsberufen befassen, unter anderem damit, wie Soziale Arbeit bzw. Primärversorgungszentren den akutmedizinischen Bereich entlasten bzw. unterstützen können.

„Integrierte Ausbildungsmodelle von Krankenpflege und Rettungsdienst sind international häufig. Professionelle Sozialarbeit kann durch telefonische Klärungsprozesse oder durch aufsuchende Arbeit vor Ort bei psychosozialen Anliegen wie Obdachlosigkeit oder Überforderung von betreuenden Angehörigen unterstützen – durch Mithilfe bei der Suche nach eigenen Ressourcen bei und im Umfeld der Betroffenen oder durch Vermitteln und Verweisen zu anderen Sozial- oder Gesundheitseinrichtungen. Krankenhausaufnahmen als Lösung für nichtmedizinische Anliegen könnten dadurch reduziert werden“, erklärt Christoph Redelsteiner, FH-Dozent am Department Soziales und Organisator des Symposiums.

Präklinischer Aspekt von Community Care

Am zweiten Tag beschäftigt sich das Peter-Safar-Symposium, benannt nach dem Entdecker der modernen Herz-Lungen-Wiederbelebung, mit dem präklinischen Aspekt von Community Care. Expertinnen und Experten stellen internationale Versuche einer integrierteren Versorgung entlang der Rettungskette vor.

Der NÖ Gesundheits- und Sozialfonds (NÖGUS) unterstützt das Peter-Safar-Symposium mit dem Schwerpunkt der notfallmedizinischen Versorgung. NÖGUS-Geschäftsführerin Elfriede Riesinger freut sich über die gute Zusammenarbeit mit der FH St. Pölten: „Mit der Zusatzausbildung zu Rettungs- bzw. Notfallsanitäterinnen und -sanitätern im Bachelorstudium Gesundheits- und Krankenpflege haben wir die Ausbildungslandschaft Österreichs weiterentwickelt. Fundierte Kompetenzen in beiden Bereichen sichern die rasche und qualifizierte Versorgung der Patientinnen und Patienten im Notfall. Die Erkenntnisse aus dem Symposium werden zur Weiterentwicklung des Studiengangs und des Berufsbildes beitragen.“

Workshops und internationale Vortragende

Expertinnen und Experten aus Österreich, Deutschland, Großbritannien, Schweden und den USA präsentieren Projekte zu den Tagungsthemen. Rettungspflegerinnen aus Schweden werden von ihrer Ausbildung berichten. Ein Rettungsdienst aus den USA wird seine Strategie vorstellen, Sozialarbeiterinnen und -arbeiter zu bestimmten Hilfesuchenden zu entsenden.

Am Programm stehen unter anderem Fragen zur interdisziplinären Zusammenarbeit im Sozial- und Gesundheitswesen, die Rolle von Primärversorgungszentren, Sozialarbeit als Unterstützung von Rettungsdiensten, Notrufe als Anlaufstelle für verdeckte und offene psychosoziale Hilfesuchen, psychosoziale Krisenintervention, Sozialarbeit in Bezirksverwaltungsbehörden und Krankenhäusern, rettungsdienstliche Versorgungsstrategien und moderne Notfallmedizin. Workshops am ersten Tag ermöglichen vertiefende Diskussionen.

Das Community Social & Health Care Symposium ist eine Veranstaltung des Ilse Arlt Instituts für Soziale Inklusionsforschung der FH St. Pölten. Das Peter-Safar-Symposium findet in Kooperation mit dem NÖ Gesundheits- und Sozialfonds statt.

Community Social & Health Care Symposium

  • 21.09.2016: Ilse-Arlt-Symposium – Schwerpunkt Soziale Arbeit
  • 22.09.2016: Peter-Safar-Symposium – Schwerpunkt Paramedic

Fachhochschule St. Pölten, Matthias Corvinus-Straße 15, 3100 St. Pölten

Teilnahmegebühr

  • Normalpreis: EUR 120 (beide Tage) bzw. EUR 80 (ein Tag)
  • Ermäßigter Preis: EUR 50 (beide Tage) bzw. EUR 30 (ein Tag)

Der ermäßigte Preis gilt für Studierende, TeilnehmerInnen mit geringem Einkommen und Mitglieder des Klientinnen-/Klientenbeirates der FH St. Pölten.

Programm und Anmeldung

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