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Training für digitale Welten

Workshops an Schulen vermitteln Wissen für Jugendliche, Eltern und Großeltern

Training für digitale Welten
Die Digitalisierung spielt in der Schule und beim Lernen eine zentrale Rolle.

Digitalisierung ist längst Teil des alltäglichen Lebens. Kinder und Jugendliche haben Smartphones oder Tablets immer griffbereit und nutzen sie parallel zu anderen Tätigkeiten. So kommt es zum ständigen Wechsel zwischen analog und digital.

Digitalisierung: in allen zentralen Lebensbereichen

Im Projekt „Gemeinsam in der digitalen Gesellschaft“ entwickeln Pädagogen, Pädagoginnen und ForscherInnen digitale Lehr- und Lernmaterialien. Sie beziehen dabei LehrerInnen, SchülerInnen, Eltern und Großeltern mit ein.

„Digitalisierung spielt in der Schule, beim Lernen und im privaten Bereich eine zentrale Rolle. Eine Unterscheidung zwischen ‚nur analog‘ und ‚nur digital‘ macht heute keinen Sinn mehr, wir müssen da integrativer denken“, sagt Christoph Musik, Leiter des Projekts und Forscher am Institut für Medienwirtschaft der FH St. Pölten.

Digitalisierung: ein Prozess, der seit Jahrzehnten läuft

„Digitalisierung läuft schon seit mehreren Jahrzehnten. Wichtig ist, zu diskutieren, wie sich dieser Prozess auf unser Denken und Handeln, auf unseren Alltag und auf die Möglichkeit auswirkt, gesellschaftliche Prozesse mitzugestalten.

Die Perspektive sollte sein: Wie können digitale Kommunikation, Anwendungen und Tools sinnvoll, selbstständig, mutig und verantwortungsbewusst genutzt werden und welche Potenziale ergeben sich daraus“, sagt Christian F. Freisleben, Hochschuldidaktik-Experte am Service- und Kompetenzzentrum für Innovatives Lehren und Lernen (SKILL) der FH St. Pölten.

SchülerInnen, LehrerInnen, Eltern, Großeltern

Ein Ziel des Projekts ist, Schülerinnen und Schüler dabei zu unterstützen, digitale Kompetenzen wahrzunehmen und weiter zu entwickeln.

Die SchülerInnen und LehrerInnen analysierten bereits online verfügbare Lehr- und Lernmaterialien, die bei der Auseinandersetzung mit Digitalisierung helfen. Diese finden sich auf Plattformen wie „Rat auf Draht“, „Saferinternet.at“, „Ö1 macht Schule“ und „eEducation“. Die SchülerInnen sollen in die Rolle von „Citizen Scientists“ schlüpfen und als Forschende sowohl analysieren als auch daraus Vorschläge und neue Elemente für die Lernmittel entwickeln. Die so weiterentwickelten multimedialen Produkte werden später Eltern und Großeltern sowie interessierten Personen präsentiert.

Digitale Bildung fördern

„Das grundlegende inhaltliche Querschnittsthema der zu entwickelnden Materialien ist die Digitalisierung selbst: Wie können wir alle beteiligten Akteurinnen und Akteure bei Veränderungen durch die Digitalisierung unterstützen und wie können diese die eigene Digital Literacy auch im Sinne der gesellschaftlichen Dimensionen weiterentwickeln“, erklärt Musik.

 

Dazu gehören:

  • das Auseinandersetzen mit der eigenen Medienbiografie
  • Wissen über Entstehungsprozesse, Gestaltungsprinzipien und Ästhetik von Medieninhalten online und offline
  • Wissen über Web 2.0 und Social Media und praktisches Wissensmanagement: Wo und wie lassen sich welche Inhalte finden und in ihrer Informationsqualität bewerten.

Zudem vermitteln die Workshops Themen wie:

  • politische Partizipation mit digitalen Tools
  • Inhalte zu „Safer Internet“ wie Virenschutz, Passwörter, Umgang mit Hate-Speach und Cyber Bullying
  • Infos rund um Urheberrecht, Persönlichkeitsrecht und Datenschutzgrundverordnung

Zusammenarbeit wird fortgesetzt

An den beiden beteiligten Schulen werden nächstes Frühjahr Hackathons stattfinden, an denen auch Expertinnen und Experten der FH St. Pölten aus dem Bereich Medientechnik mitwirken werden.

Projekt „Gemeinsam in der digitalen Gesellschaft“

Das Projekt wird finanziert von Innovationsstiftung Bildung/Public Science OeAD GmbH.

PartnerInnen sind die Private Neue Mittelschule Zwettl, die Hertha Firnberg Schulen für Wirtschaft und Tourismus und der Verein Digitale Bildungsgesellschaft.