Unternehmenssprache wirkt nicht aufs Image

Studie von FH St. Pölten und MindTake Research

Eine Studie im Studiengang Media- und Kommunikationsberatung der Fachhochschule St. Pölten erforschte in Kooperation mit dem Marktforschungsinstitut MindTake Research die Auswirkung eines einheitlichen, unternehmenstypischen Sprachstils – eines sogenannten Corporate Code – auf das Image des Unternehmens: Es wird der Studie zufolge davon nicht beeinflusst.

Dazu wurden online 260 Personen zwischen 18 und 59 Jahren befragt, um zu überprüfen, ob sich das Anwenden von unternehmensspezifischen sprachlichen Codes in E-Mails positiv auf das Image des jeweiligen Unternehmens auswirkt. Eine Gruppe der Personen erhielt E-Mails in der Original-Fassung, die zweite in der nach Corporate Code bearbeiteten Version.

Der Vergleich der beiden Gruppen zeigte keine signifikanten Unterschiede. Das Benutzen eines Corporate Code wirkte sich auf das Unternehmensimage bei den Empfängerinnen und Empfängern der E-Mails nicht aus.

Basis für weitere Untersuchungen

Die Wirkung von Corporate Code kann den Studienergebnissen zufolge weder als positiv noch als negativ eingestuft werden. "Die Auswirkungen von unternehmensspezifischer Sprache sind noch nicht umfassend erforscht und Corporate Code stellt einen interessanten Zugang dar. Eine weiterführende Untersuchung wäre daher ein spannendes Projekt um die Folgen von Corporate Code zu analysieren“, sagt Lisa Kerschner, die die Studie im Rahmen ihrer Masterarbeit im Studiengang Media- und Kommunikationsberatung erstellt hat.

„Interessant wäre, längerfristige Auswirkungen zu erfassen, da sich das Image eines Unternehmens besser über einen längeren Zeitraum und über eine größere Gruppe an Kontakten transportieren und erheben lässt“, erklärt Helmut Kammerzelt, Leiter der Studiengänge für Media- und Kommunikationsberatung sowie des Departments Medien und Wirtschaft an der FH St. Pölten.

Die Online-Befragung erfolgte in Kooperation mit dem Marktforschungsinstitut MindTake Research.

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