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Von Superfood bis Monitoring & Outcome Evaluation

Ergebnisse zahlreicher Projekte, Forschungsarbeiten und Themenschwerpunkte der Lehre wurden vom Team des Studiengangs Diätologie vorgestellt.

Kongressbeiträge und Publikationen vom Team des Studiengangs Diätologie tragen zum Wissenstransfer zwischen Lehre und Forschung bei. Ergebnisse zahlreicher Projekte, Forschungsarbeiten und Themenschwerpunkte der Lehre wurden einem internationalen Fachpublikum, aber auch einem regionalen Laienpublikum, vorgestellt.

Beiträge in Radio und Fernsehen

Komplexe Inhalte leicht verständlich vermitteln: Wissensvermittlung und Wissenschaftsvermittlung für die breite Bevölkerung! Dazu hat das Team des Studiengangs Diätologie im Herbst 2018 drei Aktivitäten für Radio und Fernsehen gesetzt.

Fernsehinterview: „Wie gesund ist Kaffee?“

Den Auftakt machte ein Fernsehinterview von Heidemarie Ramler zum Thema „Wie gesund ist Kaffee?“ Kaffee wird oft als ungesund oder schädlich bezeichnet. In Wirklichkeit kann das Getränk aufgrund der Inhaltsstoffe aber sogar Krankheiten vorbeugen. Bezüglich der Verträglichkeit ist es wichtig, auf die Art der Röstung zu achten. Dies und vieles mehr erläuterte die FH-Professorin für Diätologie am 1. Oktober 2018 in der Sendung NÖ heute.

Hier können Sie den Beitrag nachlesen: „Kaffee kann vor Krankheiten schützen“.

 

Radiointerview: „Superfood aus Niederösterreich“

Avocado, Quinoa oder Gojibeeren werden aufgrund ihrer Inhaltsstoffe als Superfood bezeichnet. Allerdings kommen sie von weit her und sind teuer. Doch auch vor der Haustür gibt es in Niederösterreich gesunde Alternativen. Darüber informierte die stellvertretende Studiengangsleiterin Daniela Wewerka-Kreimel die Hörer und Hörerinnen von Radio NÖ in „Guten Morgen NÖ“ am 10. Oktober 2018.

Lesen Sie den Beitrag nach: „Superfood aus Niederösterreich

Beitrag im ORF: „Getränk als Kommunikationstool für Jugendliche“

Jugendliche konsumieren sehr häufig energiedichte Getränke wie Energy- oder Soft Drinks. Um sowohl eine gesündere Alternative anzubieten, als auch über das Getränk gesundheitsrelevante Informationen zu transportieren, wurde im Rahmen des Projektes GAAS (=Projekt zur Förderung der Gesundheitskompetenzen von Jugendlichen, die sich nicht in Ausbildung, Arbeit oder Schulung befinden) das Getränk Frizztea mit Infographics rund um ein ausgewogenes Trinkverhalten von und für Jugendliche entwickelt. Elisabeth Höld, Senior Researcher im Institut für Gesundheitswissenschaften der FH St. Pölten, gestaltete den Beitrag mit ihrem Team. Ausgestrahlt wurde er am 15.10.2018 in der ORF-Sendung NÖ heute.

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Präsentationen bei internationalen Kongressen und Publikationen in Fachjournalen

Ein Wissenstransfer zur Fachcommunity erfolgte mit mehreren Publikationen in Fachjournalen, Fachvorträgen und Poster-Präsentationen bei internationalen Kongressen.

Bettina Hornbanger, Absolventin des Studiengangs Diätologie 2018, konnte ihre Bachelorarbeit im Rahmen der Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Hypertensiologie und der Gesellschaft für Nephrologie vom 4. bis  6. Oktober 2018 als Poster vorstellen. Das Thema „Kochsalzreduktion in Brot und Gebäck“ gilt als wichtiger Public Health Ansatz zur Reduktion eines erhöhten Blutdrucks, wobei in der wissenschaftlichen Abschlussarbeit die Akzeptanz und Sensorik von salzreduzierten Brotsorten analysiert wurden. Aus den Ergebnissen der nicht repräsentativen Querschnittsstudie geht hervor, dass eine 25-prozentige Salzreduktion zu keiner verminderten Akzeptanz geführt hat.

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Publikationen

„Trendige Superfoods: Placebo oder Wundermittel?“

Dem Trendthema Superfoods widmete sich FH-Dozentin Gabriele Leitner. Als Superfoods bezeichnet das Europäische Informationszentrum für Lebensmittel (EUFIC) jene Lebensmittel, die aufgrund ihres Nährstoffgehalts einen höheren gesundheitlichen Nutzen aufweisen als andere Lebensmittel. Dazu zählen insbesondere Gemüse, Obst, Nüsse, Samen und Algen. Eine offizielle Definition oder gesetzliche Regelung gibt es bis dato nicht. Veröffentlicht wurde der Beitrag unter dem Titel „Trendige Superfoods: Placebo oder Wundermittel?“ im Journal Ernährung & Medizin 2018; 33: 55–58. Nachzulesen unter: https://doi.org/10.1055/a-0549-9206

„Prozessmodelle in der Diätetik – Ein europäischer Vergleich“ 

Unter der Rubrik Wissenschaft & Forschung der Ernährungs Umschau konnte eine Arbeit mit dem Thema „Prozessmodelle in der Diätetik – Ein europäischer Vergleich“ veröffentlicht werden. Die Publikation entstand aus dem Forschungsprojekt IMPECD (Improvement of Education and Competences in Dietetics) und durchlief ein Peer-Review-Verfahren. Im Zuge des Kongresses europäischer Berufsverbände der Diätologie in Rotterdam konnte dieses Thema mittels Vortrag sowie einer Posterpräsentation dem internationalen Fachpublikum vermittelt werden.

In Europa werden unterschiedliche Modelle zum Dietetic Care Process (DCP) verwendet, jeweils mit dem Ziel, die Anwendung evidenz¬basierter Leitlinien zu verbessern und kritisches Denken zu fördern. Daher war eines der Ziele im Projekt die Entwicklung eines vereinheitlichten DCP für einen internationalen Online-Kurs in der Diätetik. Seitens der FH St. Pölten wirkten Alexandra Kolm, Elisabeth Höld und Daniela Wewerka-Kreimel an der Publikation mit.

Erschienen ist der Beitrag in der Septemberausgabe des Journals Ernährungs Umschau 65(9): 154–163. Eine Zusammenfassung können Sie hier nachlesen. Die englische Version des Artikels ist mit Abonnement online verfügbar unter Eingabe der DOI: 10.4455/eu.2018.034.

 

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Weitere Beiträge im Fachjournal Ernährungs Umschau

  • Unter der Rubrik Wissenschaft & Forschung wurde in der Juliausgabe der Beitrag von Elisabeth Höld, Claudia Winkler, Anita Kidritsch und Petra Rust „Gesundheitsbezogenes Verhalten von in Österreich lebenden Jugendlichen im NEET-Status (= not in employment, education or training)“ publiziert (Ernahrungs Umschau 65(7): 112–119).
    Der Beitrag war ein wesentliches Ergebnis des Forschungsprojektes GAAS und durchlief ein Peer-Review-Verfahren. Die Publikation untersuchte erstmalig das Gesundheitsverhalten von österreichischen Jugendlichen im NEET-Status (= Not in employment, education or training) und verglich die Ergebnisse mit dem österreichischen Durchschnitt. Dabei zeigte sich, dass Jugendliche im NEET-Status häufig nachteiligere Verhaltensweisen als andere österreichische Jugendliche aufweisen. Dies kann langfristige gesundheitliche Folgen haben, weshalb dieser vulnerablen Gruppe besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte. Die englische Version des Artikels ist online verfügbar unter der DOI: 10.4455/eu.2018.027
  • „Digitale Lehre in der Diätetik“ von Sabine Ohlrich-Hahn, Alexandra Kolm, Kathrin Kohlenberg-Müller, Koen Vanherle, Andrea Werkman und Luzia Valentini. In: Ernährungs Umschau 10/2018; M584-585.

Publikation in internationalem Fachjournal

In Druck befindlich, online bereits verfügbar, ist eine internationale Publikation mit dem Titel „Proposed standard model and consistent terminology for monitoring and outcome evaluation in different dietetic care settings: Results from the EU-sponsored IMPECD project”. Diese Arbeit wird demnächst in der Clinical Nutrition, der offiziellen Zeitschrift von ESPEN (Europäische Gesellschaft für klinische Ernährung und Stoffwechsel) erscheinen. Die Clinical Nutrition ist ein internationales Fachjournal, das wesentliche wissenschaftliche Informationen zur Ernährungs- und Stoffwechselversorgung sowie zum Zusammenhang zwischen Ernährung und Krankheit liefert und eine wertvolle Referenz für alle SpezialistInnen, die sich mit diesen Bereichen befassen, darstellt.

Vom Team Diätologie haben Alexandra Kolm, Elisabeth Höld und Daniela Wewerka-Kreimel an der Publikation mitgearbeitet. Die Arbeit befasst sich mit Monitoring und Outcome Evaluation (M & OE) in der Diätologie. Ernährungstherapeutische Interventionen tragen zu bestimmten Gesundheitszielen und Ergebnissen bei, sind meistens jedoch Teil eines multimodalen und multidisziplinären Ansatzes. Dieser Umstand macht die Beurteilung der tatsächlichen Wirksamkeit diätologischer Interventionen eher komplex. Obwohl Monitoring und Outcome Evaluation routinemäßig Daten liefern kann um die Wirksamkeit zu belegen, wurde der Schritt in den verschiedenen diätologischen Settings bisher noch nicht etabliert. Daher sind innovative M & OE-Modelle wichtig, denn sie können dazu beitragen, dass die therapeutische Wirksamkeit der diätologischen Intervention auf die klinischen Ergebnisse dargestellt und belegt wird. Dadurch würde die Rolle von Diätologen und Diätologinnen in der Gesundheitsversorgung verstärkt begründet und gefestigt. Online ist die Publikation hier frei verfügbar.