Vorstellung Internationale Eisenbahnbetriebswoche

Vortrag Jürg Suter an der FH St. Pölten

Jürg Suter vom Forschungslabor DESM in der Schweiz präsentiert den Programmbaustein der künftigen Eisenbahnbetriebswoche in der Schweiz.

Ab dem Wintersemester 2019/20 verbringen die drittsemestrigen Studierenden des Bachelor Studiengangs Bahntechnologie und Mobilität eine vollständige Woche bei Partnern im benachbarten Ausland, um Systemunterschiede im Eisenbahnbetrieb zu erarbeiten bzw. andere Herangehensweisen und Lösungen kennen zu lernen. Am 14. Dezember 2018 hat Jürg Suter, der Leiter des Forschungslabors DESM (Dynamisches Eisenbahn Systemmodell) in der Schweiz, seinen Programmbaustein zur künftigen Internationalen Eisenbahnbetriebswoche vorgestellt.

Vielfältiges Programm

Die Internationale Eisenbahnbetriebswoche beginnt mit einem zweitägigen Aufenthalt in Norddeutschland, wo bei der DB Netz AG in Hannover Herausforderungen bei der Betriebsführung eines großen und dicht befahrenen Eisenbahnnetzes behandelt werden. In Hamburg werden große Hafenanlagen und deren Anbindung an das Schienennetz sowie Technologien zum Umschlag von Gütern besichtigt.

Im Anschluss wird die Gruppe in zwei Teilen das weitere Programm absolvieren: Eine Teilgruppe vertieft in der Fachschule Gotha in Thüringen die eisenbahnbetrieblichen Kompetenzen am dortigen Eisenbahn-Betriebsfeld, einer riesigen Modellanlage mit Stellwerken wie im Echtbetrieb. Die zweite Teilgruppe fährt an die Fachhochschule Fribourg in der Schweiz, in der das Forschungslabor DESM ab dem Jahr 2019 integriert ist. In Workshops werden dort Unfälle im Eisenbahnwesen, deren Ursachen und mögliche Präventionsmaßnahmen untersucht.

Bei allen Stationen der Internationalen Eisenbahnbetriebswoche steht im Fokus, dass einerseits das Bewusstsein dafür geschaffen wird, dass internationaler Eisenbahnverkehr unterschiedlichen Systemanforderungen genügen muss und vor allem, dass ein Blick über die bekannten Systemgrenzen hinaus auch die Kompetenz zur Lösungsfindung im eigenen Land erhöht.

„Wir geben den Studierenden hier die – allerdings verpflichtende – Möglichkeit, niederschwellig Auslandserfahrung zu sammeln. Da wir im deutschsprachigen Raum unterwegs sind, muss niemand eine Sprachbarriere befürchten. Trotzdem sind die Unterschiede in der Betriebsführung und in den technischen Ausführungen von Bahnanlagen durchaus beträchtlich, sodass ein neuer Kenntnis-Level erzielt wird“, betont Departmentleiter Otfried Knoll den Wert der damit gewonnenen Expertise.

Intensive Programmabstimmung

Innerhalb der letzten beiden Wochen haben nun Vertreter aller drei beteiligten Partnerinstitutionen zu Abstimmungsgesprächen das Department Bahntechnologie und Mobilität an der FH St. Pölten besucht. Dabei konnte ein interessantes und anspruchsvolles Programm für die Studierenden geformt und die entsprechenden Learning Outcomes definiert werden. In zwei Gastvorträgen von Tobias Pretzsch von der Fachschule Gotha und von Jürg Suter vom Forschungslabor DESM in der Lehrveranstaltung „Grundlagen des Eisenbahnbetriebes“ von Lehrveranstaltungsleiter Albert Kaltenbrunner wurden die dortigen Schwerpunkte präsentiert, um die Studierenden schon frühzeitig auf die Wahlmöglichkeit zwischen den Standorten vorzubereiten.

Parallel konnte mit Jürg Suter vereinbart werden,  Möglichkeiten einer künftigen Zusammenarbeit des Departments Bahntechnologie und Mobilität mit der FH Fribourg und den dortigen Schwerpunkten in Lehre und Forschung zu prüfen.

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FH-Prof. Dipl.-Ing. Knoll Otfried, EURAIL-Ing.

FH-Prof. Dipl.-Ing. Otfried Knoll, EURAIL-Ing.

Departmentleiter
Studiengangsleiter Bahntechnologie und Management von Bahnsystemen (MA)
Studiengangsleiter Bahntechnologie und Mobilität (BA)
Lehrgangsleiter PT Domain Excellence Programm
Standortkoordinator Lehrgang Europäische Bahnsysteme (MA)
Department Bahntechnologie und Mobilität

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