„Wearable Theatre“ bei Diagonale'18 vertreten

"Wearable Theatre" – Storytelling der Zukunft

Das VR-Kunst- und Forschungsprojekt der FH St. Pölten wurde in einem Workshop auf dem Grazer Filmfestival für BesucherInnen erleb- und begreifbar

Der Einfluss von aktuellen digitalen Technologien auf den Film und die Frage, wie Virtual Reality (VR) als Erlebnisform für literarische Stoffe genutzt werden kann, beschäftigen Markus Wintersberger, FH-Dozent im Department Medien & Digitale Technologien, in seinem Kunst- und Forschungsprojekt „Wearable Theatre“. Im Rahmen der Diagonale'18 – Festival des österreichischen Films, die vom 13. bis 18. März 2018 in Graz zahlreiche Gäste anlockte, konnten sich Besucherinnen und Besucher selbst ein Bild davon machen, welches dramatische, narrative und strukturelle Potential im 360°-VR-Medium steckt. 

Begleitet wurde das Festival im und rund um das Festivalzentrum Kunsthaus Graz – seit 1998 alljährlicher Treffpunkt der österreichischen Filmbranche – von einem umfangreichen Rahmenprogramm; auf Interessierte warteten Ausstellungen, Workshops und Diskussionen zu aktuellen kultur- und filmpolitischen Fragen. Einer der diesjährigen Rahmenprogrammschwerpunkte war „Virtueller Raum & digitale Technologien im Film“.

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VR-Schwerpunkt'18: Virtueller Raum & digitale Technologien im Film

Wie und in welchem Ausmaß beeinflussen und erweitern aktuelle digitale Technologien wie 360-Grad-Film, Computer Generated Imagery (CGI), 3-D-Sound, Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) den Film und das Kino? Ein Labor lud zum Austesten, Weiterdenken und Diskutieren ein. In Screenings, Workshops und Präsentationen konnten aktuelle Technologien näher kennengelernt werden. FilmemacherInnen, KünstlerInnen und VertreterInnen österreichischer Hochschulen diskutierten über ihre Zugänge zu dramaturgischen, inhaltlichen und technologischen Aspekten.

Markus Wintersberger und sein Team von der FH St. Pölten waren in Kooperation mit der Open Acting Academy Wien mit dem Workshop „Mixed Reality Identity. Create your personal Avatar – Computer Generated Imaging“ am 15. März 2018 am Festivalgelände vertreten. BesucherInnen erlebten Kunst auf neue Art und Weise.

Mit VR-Storytelling ein intensiveres Erleben kreieren

Ziel des Forschungsprojektes „Wearable Theatre.The Art of Immersive Storytelling“ ist es, das narrative und dramatische Potential von Virtual Reality auszuloten und den Grundstein für das Storytelling der Zukunft zu legen. Als Ausgangspunkt der Untersuchungen werden Autoren mit existenziell atmosphärischem Erzählton ausgewählt: Fjodor M. Dostojewski, Albert Camus und Max Frisch.

Während herkömmliche Kunstformen wie Film, Theater oder Literatur auf lineares Erzählen ausgelegt sind, eröffnet der Komplex der Virtual Reality neue kreative Möglichkeiten für ein vielfach verstärktes empathisches Erleben von Geschichten. Die gestalterischen Komponenten Story, Setting und Sound kreieren 360-Grad-VR-Erzählungen, die über entsprechende Headsets – also wie eine Art tragbares Theater – konsumiert werden können. Basierend auf den Hauptkategorien der VR, Points of Orientation und Points of Attention, werden Orientierung und Aufmerksamkeit des Users bzw. der Userin bewusst beeinflusst und so eine intensive Vermittlung ermöglicht.

Geleitet wird das Projekt von Markus Wintersberger (FH St. Pölten, Forschungsgruppe Media Creation) und Marcus Josef Weiss (Open Acting Academy – Konservatorium für Schauspiel in Wien).

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