Weichenstellung für Ausbau der Fachhochschule

FH Standort Matthias Corvinus-Straße

Die Fachhochschule St. Pölten steht durch kontinuierliches Wachstum in den vergangenen Jahren vor einer weiteren Ausbauphase.

Seit dem Jahr 2007 erhöhte sich die Anzahl der Studierenden von 1.300 auf derzeit rund 2.400 Personen. Das strategische Ziel der Fachhochschule sieht eine nochmalige Steigerung der Studierenden-Anzahl bis zum Studienjahr 2018/19 auf zumindest 2.900 vor. In den Folgejahren ist mit einer Überschreitung der Anzahl von 3.000 Studierenden zu rechnen.

Neben der Lehre wurden auch die Bereiche Forschung und Wissenstransfer nachhaltig entwickelt. Mit dem Ausbau des Projektvolumens von 437.000 EUR im Jahr 2007 auf 1.807.000 EUR im Jahr 2015 hat sich die Fachhochschule St. Pölten als eine der forschungsstärksten Fachhochschulen in Österreich etabliert.

Derzeitige Raumsituation keine Dauerlösung

Aufgrund des erfolgreichen Wachstums in den vergangenen Jahren ist die Kapazitätsgrenze des Gebäudes überschritten. Als Übergangslösung wurden deshalb schon weitere Räumlichkeiten im Businesszentrum St. Pölten (BIZ) und in der Herzogenburgerstraße 68 sowie auch Büroraum-Container hinzugemietet. „Selbstverständlich kann das keine Dauerlösung sein, denn um die Qualität der Aus- und Weiterbildung sowie die sehr hohe Zufriedenheit der Studierenden auch in Zukunft zu gewährleisten, bedarf es einer entsprechenden räumlichen Infrastruktur“, so der Geschäftsführer Dipl.-Ing. Gernot Kohl.

Machbarkeitsstudie als Grundlage für Gemeinderatsbeschluss

Derzeit wird seitens der FH im Rahmen einer Machbarkeitsstudie der tatsächliche Raumbedarf auf Basis einer detaillierten Raumfunktionsplanung erhoben. Die bisherigen Schätzungen ergeben einen zusätzlichen Raumbedarf von 6.000 bis 7.000 qm Nettogeschoßfläche. Dies entspricht in etwa der Hälfte des jetzigen Campusgebäudes. Die Ergebnisse dieser Machbarkeitsstudie, welche auch städtebauliche und baurechtliche sowie wirtschaftliche und vergaberechtliche Aspekte beinhalten wird, sind dann die Grundlage eines Antrages für einen Grundsatzbeschluss des Gemeinderates für die Errichtung eines FH-Zubaus. Die Übergabe des fertiggestellten Ausbaus ist rechtzeitig vor Beginn des Wintersemesters 2018 bzw. des Sommersemesters oder des Wintersemesters 2019 geplant.

FH-Campus der Zukunft

Seit dem Frühjahr beschäftigt sich eine FH-interne Projektgruppe mit dem Thema „FH-Campus der Zukunft“. Ziel ist, die räumliche Erweiterung der FH dafür zu nutzen, einen Vorzeigecampus für eine Hochschule der Zukunft zu gestalten. Insbesondere sollen die neuentwickelten Konzepte „Inverted classroom“ und das erfolgreich umgesetzte „Blocklehrsystem“, bei denen die Fachhochschule schon jetzt eine Vorreiterrolle im deutschsprachigen Hochschulraum einnimmt, mit passend ausgestatteten Räumlichkeiten weiter vorangetrieben werden.

Den Bildungsstandort weiterentwickeln

„St. Pölten ist mit über 60.000 Ausbildungsplätzen die Bildungshauptstadt Niederösterreichs. In der Stadt sind für diese enorm positive Entwicklung im Bildungsangebot in den letzten fünf Jahren fast 200 Millionen Euro investiert worden. Die Ausbildungswege an der Fachhochschule stehen aber nicht nur jungen Menschen in St. Pölten offen, auch berufsbegleitend stehen zahlreiche Studiengänge zur Wahl – das Spektrum reicht von Medien, Sozialarbeit, Smart Engineering und IT-Security bis hin zu Bahntechnologie und Mobilität. Den Standard der Bildung kontinuierlich zu erweitern und zu fördern lohnt jede Investition. Bildung ist das Beste, was wir kommenden Generationen zukommen lassen können. Wenn wir als Stadt für Familien und für Unternehmen attraktiv sein wollen, dann müssen wir etwas  bieten. Und heutzutage sind gute Schulen und Angebote im tertiären Bildungssektor ein entscheidender Faktor, wenn sich eine Stadt als Wohn-, Arbeits- und Lebensstadt gut positionieren will.
Auch um sich als attraktiver Wirtschaftsstandort etablieren zu können, braucht es gut ausgebildete Fachkräfte direkt vor Ort. St. Pölten hat in diesem Bereich eine Vorreiterrolle mit der sehr gut angenommenen Initiative „Bildung und Wirtschaft“ übernommen, mittels der eine enge Vernetzung zwischen Bildung und Wirtschaft erfolgt und mit der bei den Ausbildungen auch auf die Anforderungen des Arbeitsmarkts eingegangen wird. Somit ist die Weichenstellung für die weitere Ausbauphase in der Fachhochschule eine sehr gute Investition, um die Stadt als zeitgemäßen Bildungsstandort nachhaltig zu stärken“, sagt Bürgermeister Stadler.

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