St. Poelten University of Applied Sciences

Wie die Digitalisierung Europa verändert

Die Gäste der International Week zusammen mit DozentInnen der FH St. Pölten.

Die International Week 2017 (Department Medien & Wirtschaft) stand im Zeichen des digitalen Wandels und dessen Auswirkungen auf die Medienlandschaft.

Die diesjährige „International Week“ des Departments Medien und Wirtschaft an der Fachhochschule St. Pölten fand von 27. bis 30. November 2017 statt und gab den Studierenden einen einzigartigen Einblick in die Medienlandschaft anderer Länder und Kulturen. Eingeladen waren zahlreiche Gast-Speaker aus ganz Europa, die einen besonderen Fokus auf die Entwicklung ihrer heimischen Medien im Zeitalter der Digitalisierung legten.

Vortragsprogramm „im fliegenden Wechsel“

Die International Week bot viele spannende Vorträge, welche die Studierenden im fliegenden Wechsel besuchen durften.

Willy Coomans vom PXL University College in Hasselt, Belgien, berichtete von der derzeitigen Situation in Bezug auf TV sowie dessen Zukunft in einer Zeit, in der immer mehr Menschen ihre Lieblingssendungen und -filme online ansehen, während sein Kollege Marc Kenis (PXL University College, Hasselt) das Medium Print unter denselben Bedingungen behandelte.

Stan McDaniel Mann von der Universidad Europea de Valencia erzählte von der Medienlandschaft in Valencia sowie den sprachlichen und kulturellen Unterschieden innerhalb der Region. Außerdem verglich er beispielsweise die gewöhnlichen Essenszeiten in Valencia mit jenen in Österreich und machte deutlich, welchen Einfluss diese auch auf die Medienrezeption haben.

Martin Byrne von Zoo Digital Dublin referierte über Medien in Irland und brachte den Studierenden seine Berufserfahrung in der Agentur näher. Ebenso brachte er zur Sprache, wie er digitale Medien genutzt hat, um seine Kampagnen noch impactstärker zu machen.

Unterschiede in der Rezeption von Medien

Monika Dukaczewska von Initiative Media Vienna berichtete über die polnische Medienlandschaft und davon, dass dort Zeitungen hauptsächlich von einer höheren Bildungsschicht gelesen werden, während TV bei allen Zielgruppen beliebt ist.

Die slovakische Medienlandschaft wurde den Studierenden durch Tomáš Sokol (PanMedia Bratislava, Slowakei) nähergebracht, die russische durch Natalia Papka von der State University of Pyatigorsk.

Wie in Zentral-Osteuropa Programmatic – eine innovative Möglichkeit, Online Werbeplätze einzukaufen – eingesetzt wird, erklärte Nora Mezofi von IPG Mediabrands Vienna und fesselte damit zahlreiche Online-Begeisterte.

Die Medienrezeption in Bulgarien und Kroatien wurde den Studierenden jeweils von Dusan Jovanovic von Initiative Media in Sofia und Mario Lovrić von Universal McCann Zagreb näher gebracht.

Online-Aufschwung beschert klassischen Medien Kopfzerbrechen

Last but not least präsentierten International Students ihre persönlichen Erfahrungen mit den Medienlandschaften der jeweiligen Länder, bevor eine weitere gelungene International Week zu Ende ging. Eines konnte man ganz sicher nach diesen drei Tagen sagen: Online ist in beinahe jedem Land enorm im Aufstreben und bereitet vielen klassischen Medien Kopfzerbrechen. Doch mit geschickten Strategien können Print, TV und Radio auch in Zeiten der Digitalisierung weiter bestehen.

Der internationale Austausch mit Expertinnen und Experten aus der Branche und die Weitergabe von Erfahrungen bildeten den Kern dieser Veranstaltung und machen gespannt auf die nächste Möglichkeit für internationalen Erfahrungsaustausch.

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