Interaktives Spiel für Museum

WissenschaftlerInnen der FH St. Pölten entwickeln Spiel für die Sonnenwelt

In Großschönau eröffnete die Sonnenwelt – ein Museum für Jung und Alt. Eine multimediale Ausstellung behandelt den Themenkreis rund um nachhaltiges Bauen und soll BesucherInnen auf unterhaltsame und informative Weise mit der Thematik vertraut machen.

Ein wesentlicher Bestandteil der Ausstellung in der Sonnenwelt wurde von WissenschaftlerInnen an der FH St. Pölten entwickelt: Im Rahmen der Spezialisierung Media Computing im Masterstudiengang Digitale Medientechnologien entwarfen die Dozenten Markus Seidl und Peter Judmaier ein Spiel, das auf innovative Weise die Funktionen des Multimediaguides vermitteln soll. Jede Besucherin und Besucher erhält beim Eingang einen der Guides (5 Zoll Android Tablet), welche anhand des Spiels einen Einblick in nachhaltiges Bauen und Wohnen verschafft. Anhand des Multimediaguides können BesucherInnen ihr eigenes Traumhaus konzipieren, das den heutigen Standards nachhaltigen Bauens entspricht.

Baustoffe, Heizform und diverser Haushaltsgeräte wie Kühlschrank, Fernsehapart und Glühbirne – die SpielerInnen können die Baustoffe und Objekte nach persönlicher Präferenz für ihr Haus wählen. Punkte gibt es nicht nur für ökologisches, sondern auch für günstige Bauweisen sowie für die Erhaltung der Lebensqualität. Die Vor- und Nachteilen der zur Verfügung stehenden Elemente werden den BesucherInnen in der Ausstellung vermittelt. So etwa wenn sie vor der Entscheidung stehen, ihr Wohnzimmer mit Glühbirnen zu beleuchten, die ein warmes, angenehmes Licht geben, oder doch die ressourcenschonende Energiesparlampe zu wählen, deren Licht etwas kühler wirkt. Was macht es für einen Unterschied, ob ich mein Haus mit konventionellen Dachschindeln decke, oder mit einem flachen, begrünten Dach? Was ist ein guter Bauplatz und soll mein Haus besser nach Osten oder nach Westen ausgerichtet sein? Welche Auswirkungen hat die Wahl des Standorts - etwa an einem See, an einer Straße im Ortskern oder am Waldesrand auf Wohnqualität und -kosten? All diese Entscheidungen haben Konsequenzen – welche diese sind wird den BesucherInnen auf spielerische Weise näher gebracht.

Vom Multimediaguide auf den großen Touchtable

Hat man sein Haus am Multimediaguide fertig entworfen, kann man es auf einen großen Touchtable transferieren, wo es in einem virtuellen Dorf aufgebaut wird. Dort stehen bereits die Häuser anderer MuseumsbesucherInnen. Hier kann nundie Auswertung seiner eigenen Bauweise begutachtet werden: Tippt man sein Bauwerk am Bildschirm an, bekommt man die genauen Energieeffizienzdaten präsentiert. Die Daten über die Energieeffizienz der verschiedenen Bauteile wurden von einem Industrial Simulation Studierenden der FH St. Pölten entsprechen der Realität berechnet. Ist man mit der Auswertung seines Hauses nicht zufrieden, kann man sich nachträglich auch neu entscheiden – und zwar so lange bis das selbst entworfene Haus den Standards nachhaltigen Bauens entspricht.

Das Team

Die Projektleitung hatten die FH Dozenten Markus Seidl und Peter Judmaier inne, mitgearbeitet haben die Digitale Medientechnologien Studierenden Alexander Raab, Florian Hammer und Stefanie Wappel, Industrial Simulation Studierender Florian Grassinger, die MitarbeiterInnen des Instituts für Creative\Media/Technologies Ingrid Stürmer und Ewald Wieser. Als externe Partner waren Peter Pisarik (team vienna) sowie der FH Absolvent Digitale Medientechnologien Martin Grubinger an der Umsetzung und Fertigstellung des Projekts beteiligt.

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