WissenschaftlerInnen präsentieren PhD-Projekte

11.Forschungschillout

Forschungschillout als Forum zur Darstellung aktueller Grundlagenforschung der FH St. Pölten

Schon zum elften Mal fand das Forschungschillout statt, das allen MitarbeiterInnen die Möglichkeit bietet, sich aus erster Hand über derzeitige Forschungsvorhaben zu informieren und mit WissenschaftlerInnen informell ins Gespräch zu kommen. Diesmal wurden aktuelle Dissertationsprojekte von MitarbeiterInnen präsentiert und diskutiert. Hannes Raffaseder betonte in seinen einleitenden Worten die Vielfalt der Forschungsprojekte, welche die Researcher der FH St. Pölten derzeit verfolgen.

Präsentationen aus Gesundheit, Medien und IT

David Artner stellte zu Beginn einen Teilaspekt des FH-Projektes „The Childrens KNEEs Study“ (Institut für Gesundheitswissenschaften) mit dem Titel „The biomechanical Effects of a strength and neuromuscular Exercise Programme on lower Extremity Kinematics and Kinetics in obese Children and Adolescents” vor. Darin wird insbesondere die Auswirkung von Übergewicht auf Muskel- und Gelenkentwicklung bei Kindern und Jugendlichen erforscht. David Artner verlässt demnächst die FH St. Pölten, um in der Sportschuhentwicklung eines großen Sportartikelunternehmens in Deutschland tätig zu sein und wird aufgrund dessen seine Dissertation nicht fertig stellen können. Die bislang erfolgten Teilergebnisse seiner Arbeit fließen jedoch gewinnbringend in die bisherigen Forschungen des Rahmenprojektes ein. Die FH St. Pölten freut sich mit David Artner über die Chance, seine – u. a. an der FH St. Pölten − erworbenen Fähigkeiten und Kenntnisse andernorts einbringen zu können.

Im Anschluss sprach Astrid Ebner-Zarl vom Österreichischen Institut für Medienwirtschaft über ihre Disseration mit dem Titel „Die Entgrenzung von Kindheit in der Mediengesellschaft“. In der umfangreichen Studie widmet sie sich u. a. der Fragestellung, inwiefern sich „Kindheit“ in den letzten Jahrzehnten verändert hat. Darüber hinaus wurde zur Diskussion gestellt, ob der Begriff „Kindheit“ heute überhaupt noch angebracht ist bzw. wie dessen Bedeutung neu zu definieren wäre. Ist „Kindsein“ heute noch möglich und welchen Stellenwert schreiben wir der Kindheit zu? Zudem beschäftigt sich die Nachwuchswissenschaftlerin mit der Frage, welchen medialen Einflüssen Kinder ausgesetzt sind und wie sich diese auf deren Entwicklung niederschlagen. In einer eindrücklichen Präsentation zeigte Astrid Ebner-Zarl die Inszenierung und Instrumentalisierung von Kindern, die uns täglich in den Medien begegnet. Die Arbeit wird von Univ.-Prof. Dr. Johann Bacher an der Johannes Kepler Universität Linz betreut.

Die Runde komplettierte Robert Luh vom Josef Ressel Zentrum für konsolidierte Erkennung gezielter Angriffe. Seine Dissertation „Operational Threat Intelligence: Detection of Advanced Targeted Attacks” beschäftigt sich mit dem weiten Feld der Cyberkriminalität. Er arbeitet an einem System, das dazu beitragen soll, Malware besser zu erkennen, sich vor ihr zu schützen und diese aus angegriffenen Systemen zu entfernen. Das Dissertationsprojekt wird von Dr. Helge Janicke an der De Montfort University, Leicester (UK) betreut. Die Schwerpunkte dieser Arbeit liegen im aktuellen Forschungsinteresse: IT Sicherheit und ständig wachsende Anforderungen an die Informationssicherheit sowohl für Unternehmen als auch für Privatpersonen sind im digitalen Zeitalter unumgängliche und notwendige Erfordernisse.

Networking als Abschluss

Im Anschluss an die Veranstaltung gab es die Möglichkeit, in lockerer Atmosphäre Erfahrungen auszutauschen, einzelne Aspekte zu vertiefen und sich zu vernetzen. Das Forschungschillout präsentiert sich einmal mehr als ertragreiche Plattform für die Präsentation aktueller Forschungsfragen an der FH St. Pölten. Darüber hinaus bietet es die Möglichkeit für alle MitarbeiterInnen des Hauses, insbesondere NachwuchswissenschaftlerInnen und ihre Projekte kennenzulernen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

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