Projekt zur Hebung des Sicherheitsbewusstseins

Bachelor Studiengang IT Security

Maximilian Höchtl, BSc
18.09.2015

Ausgangslage

In den kommenden Jahren steht unsere Gesellschaft vor einer grundlegenden, im Wesentlichen politischen, Entscheidung: Wird man es für gewöhnlich befinden, dass unsere Kinder in einer Dauerüberwachung aufwachsen? Es ist jetzt bereits Fakt, dass diese Überwachung stattfindet. Jedoch ist es in nächster Zeit die Aufgabe der Bürger/innen, ob dieses digitale Gefängnis als gewöhnlich hingenommen wird oder nicht. Dies wird aber nicht ohne Grundverständnis für Privatsphäre, für Datenschutz und Privacy stattfinden. Aussagen wie “Ich habe nichts zu verbergen” sind allgegenwärtig. Viele Menschen sind zunehmend bereit, auf ihre Privatsphäre zu verzichten. Dies wird oft auch durch den Staat vermittelt: “Wenn sie nichts zu verbergen haben, haben sie auch nichts zu befürchten.”

Ziel

Das Ziel dieser Arbeit ist es, dem/der Leser/in ein grundlegendes Verständnis für Privatsphäre zu vermitteln. Der Weg in die Überwachungsgesellschaft muss abgebremst und umgekehrt werden, denn der Schutz unserer Privatsphäre ist nicht allein durch Netzaktivisten, Informatiker oder Datenschützer zu gewährleisten. Ein weiteres Ziel dieser Arbeit ist es, ein grundlegendes technisches Verständnis zu schaffen, wie Internetbenutzer/innen ihre Daten schützen können. Dabei wird ein Vergleich diverser Projekte vorgenommen, welche sich bereits mit dem Thema beschäftigt haben und dem/der Leser/in diverse Software und Tools vorstellen bzw. deren Verwendung nahelegen.

Ergebnis

Im Zuge der Arbeit wird darauf eingegangen, was unter Privatsphäre zu verstehen ist und warum diese eine wesentliche Rolle im Leben der Menschen einnimmt. Anschließend wird diskutiert, warum Argumente wie “Ich habe nichts zu verbergen” nochmals überdacht werden sollten. In weiterer Folge werden zahlreiche Projekte verglichen, welche teilweise auf sehr unterschiedliche Themen eingehen. Dem/Der Leser/in wird ein breites Spektrum an Ansätzen gezeigt, wie mithilfe von Software seine/ihre Privatsphäre als Internetbenutzer/innen besser geschützt werden kann.

Ausblick

In einer weiterführenden Arbeit wäre es vorstellbar, näher auf die Software einzugehen, welche benutzt werden kann, um die eigene Privatsphäre zu schützen. Dabei könnte eine umfassende Anleitung erstellt werden, wie die vorgestellten Tools auf verschiedenen Betriebssystemen zu implementieren wären.

Gerade in einer so entscheidenden Zeit wie der heutigen ist jeder Beitrag von Bedeutung, der auf das Thema Privacy aufmerksam macht. Dabei sollte stets das Ziel sein, das Thema verständlich und für die breite Masse zugänglich zu präsentieren. Denn nur gemeinsam kann wirkungsvoll gegen die Massenüberwachung vorgegangen werden.

FH-Betreuer: Dr. Markus Huber, MSc