Ausbildungsinhalte

Weiterbildungslehrgang Familienrat

Mit dem Zertifikatslehrgang Familienrat erlangen Sie die Befähigung, Familienräte in unterschiedlichen Arbeitsbereiche zu beauftragen und zu koordinieren. Die Ausbildung ist in zwei aufeinander aufbauende Module gegliedert. Nach dem Abschluss sind Sie befähigt Familienräte sowohl in der Kinder- und Jugendhilfe als auch in der Erwachsenenarbeit durchzuführen.

Lehrgangsinhalte (Auszug)

  • Modul 1:
    • Herkunft und Europäische Geschichte
    • Grundidee und Anwendungsgebiete
    • Phasen eines Familienrats
    • Rollen der Teilnehmenden
    • Grundwissen
    • Kinder- und Kugendhilfe
    • Erwachsenenschutz
    • Pflegende Angehörige
    • Formulierung der Sorge
    • Leichte Sprache
    • Erstellen eines Plans
    • Reflexion und Evaluation
  • Modul 2:
    • Die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung eines Familienrates
    • Der Folgerat als Ergebnissicherung und Evaluationsinstrument
    • Die eigene Haltung in der Koordinationsarbeit
    • Vertiefung der Anwendungsgebiete und rechtliche Grundlagen
    • Kinder- und Jugendhilfe
    • Erwachsenenschutz
    • Pflegende Angehörige
    • Europäische Zusammenarbeit in Netzwerken
    • Implementierungsschritte
    • Reflexion und Evaluation

Die wichtigsten Prinzipien

  • Betroffene sollen die Möglichkeit erhalten, ihre Probleme aktiv anzugehen und einen persönlichen, auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnittenen Plan zu entwickeln. Die Verantwortung zur Entscheidung und Umsetzung des Planes bleibt weitgehend im Familienrat.
  • Der Plan soll konkrete, umsetzbare Ideen enthalten, denen alle zustimmen können.
  • Ziel ist es nicht, Sündenböcke zu suchen oder die Vergangenheit aufzuarbeiten, sondern Lösungen für die Zukunft zu finden. Die Fachkräfte für Sozialarbeit trauen der Familie zu, die bestehende Situation selbstständig verbessern zu können. Sie akzeptieren den Plan der Familie, es sei denn, er ist zu unsicher oder eine Person ist einem unverantwortlichen Risiko ausgesetzt.
  • Die Aufgabe ist es, die Betroffenen bei allen organisatorischen Schritten zu unterstützen. Die Koordinatorinnen und Koordinatoren bringen aber keine Lösungsvorschläge ein und vertreten auch nicht die Ideen anderer Fachleute.
  • Fachleute zeigen Möglichkeiten auf, sind aber nicht an der Entscheidung beteiligt.
  • Wenn sich die Sorge der zuweisenden Fachkraft um eine zu schützende Person dreht, soll diese am Familienrat teilnehmen, um mitreden und mithören zu können. In der Regel wird ihr eine Unterstützungsperson zur Seite gestellt, die auch in ihrem Namen sprechen kann. Niemand kann zur Teilnahme am Familienrat gezwungen werden.

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