Karriere? Ja, bitte.

Alle machen Karriere: Das erfolgreiche Format geht weiter

Unsere Alumni sind erfolgreich, ihre Karrierewege vielfältig. Bei „Alle machen Karriere“ sprachen wir mit ihnen über ihre Zeit nach dem Studium

„Alle machen Karriere“ ging heuer in die zweite Auflage und war exklusiver Programmpunkt der karriere.netzwerk für die Studierenden des Departments Medien und Digitale Technologien. Zwei erfolgreiche Formate zum Thema Karriere und Netzwerken fanden so erstmals zueinander.

Vielfältige Berufsmöglichkeiten

VideoproduzentIn, SounddesignerIn oder ApplikationsentwicklerIn. Das mögliche Tätigkeitsfeld für Absolventinnen und Absolventen der Studiengänge Medientechnik, Digital Design, Digital Media Production oder Interactive Technologies ist ein großes.

Trotzdem: Konkrete Berufsvorstellungen und Zukunftspläne fehlen oftmals. Viele Fragen rund um Berufseinstieg und Karrieremöglichkeiten sind noch unbeantwortet.

Genau hier setzt „Alle machen Karriere“ an und fragt die, die es wissen müssen – unsere erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen.

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Alumni sprechen offen über ihre Erfahrungen

Am Podium Platz genommen haben vier Alumni aus unterschiedlichsten Tätigkeitsbereichen und mit ganz individuellen Karrierepfaden.

Durch die Diskussion führten in bewährter Manier Kerstin Blumenstein, FH-Dozentin und selbst Absolventin, und Jürgen Hörmann, Leiter International Relations und Koordinator Alumni und Career Center der FH St. Pölten.

Vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten 

"Dieses Podium zeigt sehr eindrucksvoll, wo man mit dem Studium hier an der FH St. Pölten hinkommt und wie vielfältig die Entwicklungsmöglichkeiten für unsere Studierenden sind. Ganz besonders stolz sind wir, dass es erneut gelungen ist, sowohl im Hinblick auf die Schwerpunkte Audio/Video und Medieninformatik als auch im Bereich Gender ausgeglichen aufzutreten", eröffnete Kerstin Blumenstein die Diskussionsrunde. 

Einblicke und konkrete Tipps zu Berufseinstieg und -alltag gaben:

  • Antje Lang |  Projektleiterin/Planungsingenieurin bei ZDF
  • Martin Holovlasky | CTO – Head of distribution / Head of "new and digital" bei Kronehit 
  • Francesco Novy | CTO bei Fabscale
  • Aslihan Özüyilmaz | Projektmanagement, Software-Engineering bei DCCS IT

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Unsere Gäste wissen: „Das Lernen ist mit dem Studium nicht vorbei.“

Engagement. Einsatz. Konstantes Weiterlernen. Und das nicht nur während des Studiums, sondern vor allem danach. Gerade die ersten Wochen und Monate nach dem Berufseinstieg seien sehr intensiv und fordernd, darüber waren sich die anwesenden Alumni einig.

Martin Holovlaksy: "Das Ende des Studiums bedeutet nicht das Ende des Lernens. Wichtig ist, dass ihr die Basics, die ihr an der FH vermittelt bekommt, mitnehmt und darauf in späterer Folge aufbaut. Vieles, was ihr sonst so lernt, ist in einigen Jahren passé und ihr müsst euch neu einlesen." Genau dafür sei Grundlagenwissen unerlässlich.

Antje Lang sieht das genauso, sie plädierte für viel Eigeninitiative: "Macht Projekte und viele Praktika während des Studiums. Sammelt Praxiserfahrung, baut Know-how auf. Genau das wollen die Firmen." Engagement komme in der Wirtschaft einfach an.

Die Nachfrage ist groß

Und die Nachfrage nach MedieninformatikerInnen und Alumni mit einer fundierten Ausbildung im Audio-/Video-Bereich ist groß, so der Tenor auf dem Podium. Francesco Novy: "Als Programmierer stehen einem alle Türen offen." Man könne sich praktisch aussuchen, was man machen möchte. Sein Tipp: Bei einer kleinen Firma anfangen, mit dieser mitwachsen und in unterschiedlichen Bereichen Verantwortung übernehmen. So lerne man am meisten.

Antje Lang: "Viele Jobs warten in der Medienbranche darauf, besetzt zu werden, Experten und Expertinnen werden dringend gesucht." Man müsse nur wissen, in welchen Bereich man gehen möchte.

Etwas differenzierter sieht das Aslihan Özüyilmaz. Sie hat erst frisch mit dem Bachelor Medientechnik abgeschlossen und erzählte: "Es ist nicht schlimm, wenn ihr nicht gleich wisst, wohin es gehen soll. Der erste Job kann einen voll formen." Ihr Tipp: Alles ausprobieren, viel fragen und hartnäckig sein. Es müsse nicht gleich alles auf Anhieb funktionieren. Aus eigener Erfahrung weiß sie, dass Firmen den Alumni diese Zeit der Orientierung auch zugestehen.

Jobinserate: Wunschdenken der Wirtschaft

Martin Holovlasky riet den Studierenden neben einer gesunden Portion Selbstkritik vor allem zu mehr Selbstvertrauen – "Man kann oft mehr, als man glaubt. Lasst euch von fordernden Stellenbeschreibungen nicht abschrecken, ein Drittel davon ist reines Wunschdenken der Firmen."

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Gerade in der ersten Zeit nach dem Abschluss lerne man noch einmal enorm viel, so Antje Lang. Francesco Novy: "Ihr müsst raus aus eurer Komfortzone! Seid offen für alles, keine Veränderung ist für die Ewigkeit."

Starkes Plädoyer für Soft Skills

Nicht nur Fachwissen zählt, auch Soft Skills sind unerlässlich, so das Credo. "Lehrveranstaltungen, die vielen während des Studiums als wenig sinnvoll erscheinen, haben ihre Daseinsberechtigung. Englisch, Projektmanagement, Teamleitung. Ihr werdet schnell merken: Das kann eben nicht jeder", so Novy.

"Nutzt die Angebote der FH. Macht Trainings zu Gehaltsverhandlungen. Sprecht mit Expertinnen und Experten der Arbeiterkammer, schaut euch den Kollektivvertrag im Vorfeld an." Dafür plädierte Aslihan Özüyilmaz eindringlich.

Jürgen Hörmann unterstrich in diesem Zusammenhang die Angebote des Departments Medien und Digitale Technologien, das mit dem Auslandssemester oder dem iLab den Studierenden im Bereich der Soft Skills attraktive Entwicklungsmöglichkeiten biete.

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Alle machen Karriere bringt Studierende und Alumni zusammen

Im Anschluss an die Podiumsdiskussion konnten die Anwesenden bei einer informellen Ask-me-Anything-Runde mit den Absolventinnen und Absolventen ganz persönlich ins Gespräch kommen und ihre individuellen Fragen stellen.

Alois Frotschnig, Leiter des Departments Medien & Digitale Technologien, freute sich, dass das Interesse der Studierenden groß und das Format wieder so gut angenommen wurde.

„Der Werdegang unserer Alumni zeigt eindrucksvoll, dass unsere Studierenden für das Leben nach der FH optimal gerüstet sind und ihnen viele Wege offen stehen. Ein derartiges Format ist sehr gut geeignet, um unseren Studierenden ihre Karrieremöglichkeiten anhand konkreter Beispiele aufzuzeigen und sie zu motivieren, ihren Weg fortzusetzen.“

Spannendes aus ihrem Studium und Berufsleben erzählten auch die Gäste von Alle machen Karriere im vergangenen Jahr. Ihre Erfahrungen und Tipps sind hier nachzulesen.

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