Bessere Versorgung bei Schlaganfall

Projektteam aus Studierenden, Betreuerinnen und Betreuern

Studierende entwickeln E-Learning für RettungssanitäterInnen

2017 startete der NÖ Gesundheits- und Sozialfonds NÖGUS das Projekt „Schnelle Hilfe bei Schlaganfall“. Das Projekt soll die präklinischen Versorgung verbessern, also die Versorgung außerhalb der Kliniken oder vor einem klinischen Aufenthalt. Die Zeitspanne vom Auftreten der Schlaganfallsymptome bis zur Behandlung der Betroffenen soll möglichst kurz gehalten und die Folgen des Schlaganfalles sollen minimiert werden.

E-Learning-Modul zum Thema Schlaganfall

Arbeiter-Samariter-Bund und Rotes Kreuz nutzen das Modul seit Jahresbeginn für die Weiterbildung ihrer RettungssanitäterInnen. 6.000 von ihnen haben den Kurs bereits absolviert. 

Schnelle und richtige Erste Hilfe

„Der Kurs bietet Informationen zum Verlauf eines Schlaganfalls und wichtigen zeitlichen Punkten, an denen eine optimale Versorgung einsetzen sollte, sowie zu Konsequenzen, wenn dies nicht geschieht. Außerdem werden Symptome beschrieben, die auf einen drohenden Schlaganfall hinweisen. Dies hilft den Sanitäterinnen und Sanitätern, das Risiko professionell und schnell zu bewerten“, erklärt Petra Ganaus, Leiterin des Studiengangs Gesundheits- und Krankenpflege sowie des Lehrgangs Präklinische Versorgung und Pflege an der FH St. Pölten.

„Time is brain“

„Ein Schwerpunkt ist zudem, wie die Kommunikation zwischen Sanitäterinnen und Sanitätern und der Leitstelle optimal gestaltet werden kann, damit möglichst schnell die richtigen Maßnahmen eingeleitet werden können – nach dem zentralen Motto ‚Time is brain‘, also um neurologische Folgeschäden zu vermeiden. Damit trägt die Weiterbildung dazu bei, die wichtige Erstversorgung wesentlich zu verbessern“, sagt Andrea Kdolsky, Leiterin des Departments Gesundheit an der FH St. Pölten.

Schwerpunkt in der Weiterbildung

„Unser Ziel ist es, ein Bewusstsein für dieses Thema zu schaffen und die Bevölkerung aufzuklären sowie bestmöglich zu unterstützen,“ betont NÖGUS-Vorsitzender und Landesrat Martin Eichtinger und führt weiter aus: „Deshalb haben wir gleichzeitig einen Weiterbildungsschwerpunkt für unsere niederösterreichischen Sanitäterinnen und Sanitätern gesetzt, der das Fachpersonal auf diesem Themengebiet zusätzlich schult und spezialisiert.“

Fähigkeiten für den Alltag der Pflege

„Mit den in vielfältiger und ansprechender Weise aufbereiteten Inhalten wird ein Schritt zur Förderung der Fähigkeiten der Rettungssanitäterinnen und -sanitätern gesetzt und damit die Optimierung der präklinischen Phase bei der Versorgung von Schlaganfallpatientinnen und -patienten unterstützt“, sagt Gerda Hoffmann-Völkl, die das Projekt im NÖGUS leitet.

Mit guter Didaktik

Mitarbeiter des Service- und Kompetenzzentrums für Innovatives Lehren und Lernen (SKILL) an der FH St. Pölten haben die Studierenden im Projekt unterstützt. „Durch die fachkundige Begleitung unserer hochschuldidaktischen Abteilung konnte der Lernprozess zur interaktiven Gestaltung der Inhalte zu einem so wichtigen Thema wie der optimalen Versorgung von Menschen mit einem Schlaganfall verbessert werden“, sagt Christian F. Freisleben-Teutscher vom Service- und Kompetenzzentrum SKILL.

Studierende gestalteten E-Learning-Tool

Die Studierenden haben das E-Learning-Tool in den Lehrveranstaltungen Evidence Based Nursing und Projektmanagement entwickelt. Die Grafiken und interaktiven Visualisierungen haben zwei Studenten des Studiengangs Medientechnik der FH St. Pölten erstellt.

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FH-Prof. Mag. Ganaus Petra, MSc

FH-Prof. Mag. Petra Ganaus, MSc

Studiengangsleiterin Gesundheits- und Krankenpflege (BA)
Lehrgangsleiterin Präklinische Versorgung und Pflege (akad.)
Department Gesundheit