Daniel Haslinger leitet "The Honeynet Project"

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Daniel Haslinger in "Board of Directors" internationaler Forschungsunternehmung gewählt

„Herding Cats“ – die englische Redewendung beschreibt die Herausforderung, viele Individuen mit unterschiedlichen Interessen, Motivationen, Zielen und Vorgehensweisen auf einen gemeinsamen Kurs zu bringen – und dort zu halten.

Eine Aufgabe, die Daniel Haslinger aus dem Department Informatik und Security der FH St. Pölten, gemeinsam mit 6 weiteren Kollegen, für zunächst 4 Jahre übernommen hat. Als gewählter "Director" lenkt er die Geschicke der internationalen Forschungsunternehmung "The Honeynet Project" auf dem Gebiet der Cybersecurity.

20 Jahre Forschung, Entwicklung und Training

Rund 400 ForscherInnen aus mehr als 50 Ländern kooperieren zusammen in einer der größten Forschungs- und Entwicklungsinitiativen rund um das Thema Honeypots. Das Unternehmen "The Honeynet Project" mit Sitz in Michigan, US, wurde durch den renommierten IT Security Experten Lance Spitzner gegründet und blickt auf eine 20 jährige Erfolgsgeschichte zurück.

Die Entwicklung neuer Tools zur Angriffserkennung und Analyse, sowie das Sammeln und Bereitstellen von Daten und Samples von Angriffen steht im Vordergrund der Bemühungen der Forschungsgruppen. Trainings rund um aktuelle Forschung und Technologien führt das Unternehmen im Rahmen der jährlich wiederkehrenden einwöchigen "Honeynet Workshops" durch, die unter anderem in Warschau, Stavanger, San Antonio, Canberra, Taiwan und zuletzt in Innsbruck stattfanden.

Open Source Community und Google Summer of Code

Um Angriffe auf globalem Level identifizieren, analysieren und verstehen zu können, müssen entsprechende Daten gesammelt werden. Das Honeynet Project betreibt hierfür ein weltweit verteiltes Sensornetzwerk, das unter dem Einsatz der hausintern entwickelten Tools Angriffe aufzeichnet und den Stakeholdern für ihre Arbeit zur Verfügung stellt.

Die Projekte der FH St. Pölten und viele mehr bauen auf diesen Entwicklungen auf und profitieren von dieser Open Source Software. Die regelmäßige Teilnahme am "Google Summer of Code" unterstützt beim Onboarding von MitstreiterInnen und bringt neue Perspektiven und Erkenntnisse, welche die teilnehmenden Studierenden aus technischen Hochschulen in aller Welt in ihre Arbeit einfließen lassen.

Verstärkter Fokus auf Research

"In den letzten Jahren lag unser Hauptaugenmerk auf der Weiterentwicklung von Tools, mit deren Hilfe wir Angriffe und ihre technischen Eigenschaften und Motivationen besser analysieren und verstehen können.", so Haslinger, der seit 2013 aktiv für das Projekt tätig ist. "Die nächsten 4 Jahre werden wir uns verstärkt der Publikation unserer Ergebnisse widmen. Die in der Vergangenheit geschaffene Infrastruktur hilft uns, dieses Vorhaben effizient umzusetzen – wir ernten im Prinzip die Früchte unserer Arbeit."

In Österreich verfügt die in "Chapters" organisierte Unternehmung zurzeit über keine eigene Forschungsgruppe. Haslinger selbst hat sich daher vor 6 Jahren dem norwegischen Chapter "HoneyNOR" angeschlossen. Unsere MitgliederInnen organisieren sich vermehrt in Interessensgruppen. In Zeiten internationaler Forschung und digitaler Kommunikation spielen Länder und Regionen keine Rolle mehr.

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Dipl.-Ing. Haslinger Daniel, BSc

Dipl.-Ing. Daniel Haslinger, BSc

IT-Infrastruktur mit Schwerpunkt Lehre
Department Informatik und Security