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Siegreich bei HL7 Austria Student Award 2020

Christopher Csenar, Absolvent des Master Studiengangs Digital Healthcare, gewinnt den HL7 Austria Student Award 2020 in der Kategorie Masterarbeiten

Siegreich bei HL7 Austria Student Award 2020
Christopher Csenar, Absolvent des Master Studiengangs Digital Healthcare, gewinnt den HL7 Austria Student Award 2020 in der Kategorie Masterarbeiten

Die HL7 Austria, ein gemeinnütziger Verein zur Verbesserung der elektronischen Datenkommunikation und Interoperabilität im Gesund­heits­­­wesen, hat auch 2020 wieder den „HL7 Austria Student Award“ verliehen. Dieser soll Studierende zur wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit HL7-Standards motivieren. 

Je eine hervorragende wissenschaftliche Arbeit wurde in der Kategorie Bachelorarbeiten und eine in der Kategorie Masterarbeiten mit einem Preisgeld von 300 bzw. 500 Euro prämiert.  Letzteres konnte Christopher Csenar, Absolvent des Studiengangs Digital Healthcare der FH St. Pölten, für sich beanspruchen. Wir gratulieren herzlich!

Emmanuel Helm, Lektor im Studiengang Digital Healthcare sowie Assistenzprofessor an der FH Oberösterreich, Campus Hagenberg, hat Csenars Masterarbeit betreut und zeigt sich über deren Auszeichnung ebenfalls erfreut: "Ich gratuliere den beiden Preisträgern des HL7 Austria Student Award 2020 ganz herzlich und freue mich jetzt schon auf ein Wiedersehen bei der HL7 Jahrestagung 2021 und natürlich auf weitere spannende Abschlussarbeiten!“

Digitalisierung im Gesundheitswesen

Die Kategorie Masterarbeit gewann Christopher Csenar mit seiner Arbeit „Design and development of a FHIR based mobile application for appointment scheduling in clinical context“ (übersetzt: "Design und Entwicklung einer FHIR-basierten mobilen Anwendung zur Terminplanung im klinischen Kontext").

Mobile Applikationen sind unbestritten die Zukunft in der digitalen Unterstützung von Prozessen im Gesundheitswesen, jedoch hinken klassische Krankenhausinformationssysteme (KIS) diesem Trend immer noch hinterher, da sie vielerorts noch auf ressourcenintensiven Desktopanwendungen beruhen. Um mehr Interoperabilität zwischen klassischen und mobilen Systemen zu ermöglichen, wurde der neue Interoperabilitätsstandard FHIR (Fast Healthcare Interoperability Resources) entwickelt.

Csenars Masterarbeit kurzgefasst

Vor diesem Hintergrund galt es in der Masterarbeit von Christopher Csenar zu zeigen, dass der neue Kommunikationsstandard FHIR geeignet ist, Aufgaben klassischer KIS in mobilen Applikationen zu unterstützen. Dafür wurde ein eigener Prototyp entwickelt.

Mittels einer Machbarkeitsstudie wurde zunächst erhoben, welche Produkte oder Projekte die FHIR-basierte Terminplanung bereits umgesetzt haben und ob existierende Erweiterungen für den benötigten Datentransfer ausreichen. In einem zweiten Schritt wurden auf Basis existierender FHIR-Ressourcen Anpassungen durchgeführt, die die spezifizierten Anwendungsfälle ideal unterstützen, sowie eine webbasierte Clientapplikation programmiert, die die geforderten Aufgaben aus dem klinischen Umfeld auf einem mobilen Endgerät erfüllt.

Csenar kam zu folgendem Ergebnis: Der mobile Prototyp konnte mit den von FHIR zur Verfügung gestellten Konzepten und Werkzeugen in vollem Umfang umgesetzt werden.

Eine detailliertere Kurzfassung der Masterarbeit finden Sie hier.

Präsentation im Rahmen der HL7-Jahrestagung 2021

Typischerweise findet die Präsentation der besten Arbeiten sowie die Verleihung des Awards im Rahmen der HL7-Jahrestagung in Wien statt. Doch auch diese Veranstaltung muss, wie viele andere, wegen Corona auf später vertagt werden: auf 2021.

Die Verlautbarung der Preisträger*innen mitsamt den Kurzfassungen ihrer Arbeiten ist aktuell allerdings auf der HL7-Website für jede*n zugänglich.