Sozialpädagogik: Studienreise nach Enschede

Delegation der Sozialpädagogik der FH St. Pölten in Enschede

Studierende der Sozialpädagogik besuchten die niederländische Saxion Hochschule und ein Gemeinwesenzentrum in Enschede

Frei nach unserem Motto "Wege finden, Wissen teilen, Werte schaffen" reisten Patricia Renner, Michael Delorette und Christine Schmid gemeinsam mit einer Gruppe Studierender der FH St. Pölten in die niederländische Stadt Enschede.

Seit einigen Jahren besteht eine lebendige Kooperation zwischen der Saxion Hogeschool Enschede und den Lehrgängen Sozialpädagogik der Fachhochschule St.Pölten. So werden die mitreisenden Studierenden im Sommersemster 2020 ihren Bachelorabschluss in Social Work an der Saxion absolvieren.

Besichtigung des Stadtteils Roombek und eines Gemeinwesenzentrums

Am Plan stand, neben einer Begehung im Stadtteil Roombek und der Besichtigung eines Gemeinwesenzentrums, eine Lehrveranstaltung im Profil Gemeinwesenarbeit mit Brian Rengers. Weitere Fixpunkte waren der persönliche Austausch mit den Koordinatoren der Kooperation Alex Klein und Annette Glessner sowie mit Studierenden der Saxion.

Roombek: zerstört durch Explosion

Roombek ist ein besonderer Stadtteil in Enschede. Im Jahr 2000 wurde er durch die Explosion der Feuerwerkskörperfabrik zerstört. Hunderte Häuser wurden unbewohnbar.

"Neunzehn Jahre danach erinnert ein Gedenkstein und viele Fotos an das Ereignis", erzählte Jillis Kors, der drei Jahre als Sozialarbeiter im Planungs- und Aufbauteam dabei war, bei seiner Führung.

Gemeinwesenzentrum: Soziale Initiativen unter einem Dach

Im Begegnungszentrum der Organisation "Beien", einer BewohnerInneninitiative in Enschede Nord, berichtete eine ehrenamtliche Mitarbeiterin über die Einrichtung, in welcher viele verschiedene Soziale Initiativen unter einem Dach Beratung, Tagesstruktur und Begegnungsräume anbieten.

Das Gebäude war einst eine Schule, welche nach der Explosion in Roombeck geschlossen und von der Bürgerinitiative seit dem Jahr 2012 laufend renoviert und ausgebaut wurde. Viele Freiwillige aus der Nachbarschaft unterstützen dieses Gemeinwesenprojekt. Das Angebot umfasst eine Küche, eine Werkstatt, Räumlichkeiten für Sprachkurse, einen Gemüsegarten und vieles mehr.

Der rege Austausch zum Thema Werken in de Wijk (Gemeinwesenarbeit) zwischen BewohnerInnen, SozialarbeiterInnen und unserer Gruppe war für alle eine Bereicherung.

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