St. Poelten University of Applied Sciences

Kindermusikpark im Festspielhaus Baden-Baden

#Institut für Creative\Media/Technologies #Auftragsforschung

Eine neue interaktive Klang- und Musikinstallation lässt Kinder im Kindermusikpark im Festspielhaus Baden-Baden Rhythmus neu erleben.

Kindermusikpark im Festspielhaus Baden-Baden

Diese interaktive Klang- und Musikinstallation bietet Kindern die Möglichkeit, eigene Rhythmen zu generieren, mit verschiedensten virtuellen Schlaginstrumenten zu interagieren sowie durch Bewegung im Raum rhythmische Ereignisse auszulösen.

Rhythmen mittels Bausteinen entstehen lassen

Indem die Kinder auf einem Tisch Bausteine ablegen, werden diese virtuell abgetastet und als Perkussionsklang ausgegeben. Je mehr Bausteine am Tisch liegen, umso komplexere Rhythmen entstehen. Für Abwechslung in der Klangfarbe können die Bausteine mit Sounds geladen werden, dafür gibt es eigene Ladestationen.

Tanzen auf interaktivem Boden

Ein Raum des Kindermusikparks ist mit einem interaktiven Boden sowie einer Leinwand ausgestattet. Die Kinder können sich frei im Raum bewegen. Durch einen hörbaren Grundschlag werden ihre unkoordinierten Bewegungen synchronisiert. Auf der Leinwand erscheint ein Tanzpaar, das einen wählbaren (Standard)tanz vorführt, dann jedoch wieder verschwindet.

Es gilt, das Tanzpaar wieder zum Leben zu erwecken bzw. nochmals zum Tanzen zu bringen. Dazu muss zunächst geordnet und im Tempo des hörbaren Grundschlags über den interaktiven Boden gegangen werden. Jeweils leuchtende Bodenflächen zeigen dabei den richtigen Weg. In weiterer Folge entwickelt sich aus dem Grundschlag zuerst ein hörbarer Takt, dann ein spezifischer Rhythmus, eine musikalische Begleitung, eine Melodie usw.

Die hörbare Musik wird also immer interessanter, bis am Ende ein vollständiges, passend orchestriertes Musikstück zu hören ist. Je komplexer die Musik wird, desto schwieriger werden auch die am Boden angezeigten Schrittfolgen, die die Kinder bewältigen sollen. So entsteht aus der einfachen Bewegung des Gehens sukzessive ein Tanz. Gleichzeitig werden auf der Leinwand synchron zur Musik abstrakte, bunte Formen generiert, die den hörbaren Rhythmus bzw. die Musik in geeigneter Form visualisieren.

Werden bei der Schrittfolge Fehler gemacht, so wird das akustisch und visuell angezeigt. Gelingt die Schrittfolge und damit der Tanz, so erscheint allmählich auch das Tanzpaar wieder auf der Leinwand und führt – quasi als abschließende Belohnung – am Ende nochmals den (Standard)tanz vor.

Musikpädagogische Innovationen

Die Klanginstallation im Festspielhaus Baden-Baden zeichnet sich vor allem durch einen hohen technischen, inhaltlichen und musikpädagogischen Innovationsgehalt aus. Großer Wert wurde auf eine einfache, intuitive Anwendung, auf größtmögliche mechanische und informationstechnische Stabilität und einen geringen Wartungsaufwand gelegt.