St. Poelten University of Applied Sciences

TraeX: Transmedia Extensions

#Institut für Medienwirtschaft #Institut für Creative\Media/Technologies #Media Creation #Nationale Drittmittel

Im Zentrum des Projekts steht die gendersensible Entwicklung von Medienformaten für Kinder. Dabei soll das spezifische Potential von transmedialen Erweiterungen für diese Zielsetzung ausgelotet und in Form eines Handbuchs der gendersensiblen Formatentwicklung in der Praxis nutzbar gemacht werden.

Erstellung gendersensibler Medienformate für Kinder

Die Märkte für Kindermedien sind in hohem Maße entlang von Geschlechtergrenzen segmentiert. So fällt es etwa Kinderbuchverlagen oder Radiosendern schwer, Buben zu erreichen, während die Computerspieleindustrie nach wie vor Schwierigkeiten hat, Mädchen anzusprechen. Gleichzeitig sieht sich die Medienbranche mit dem Vorwurf konfrontiert, durch die starke Orientierung an geschlechtsspezifischen Stereotypen in der Gestaltung ihrer Produkte zur Reproduktion und Verfestigung von geschlechtsspezifischen Unterschieden beizutragen. Das Projekt zielt auf die Erarbeitung von Lösungsstrategien für diese Probleme ab. In Kooperation mit österreichischen Medienunternehmen werden Leitlinien für die Erstellung von gendersensiblen Medienformaten für Kinder erarbeitet und in der Form eines Handbuchs der gendersensiblen Formatentwicklung zur Verfügung gestellt.

Plattformübergreifendes Erzählen

Ein besonderes Augenmerk kommt dabei transmedialen Erzählstrategien zu, in denen – im Unterschied zur crossmedialen Vermarktung – Geschichten nicht bloß von einem Medium in ein anderes transformiert, sondern plattformübergreifend erzählt werden. Mit Hilfe von medien-, sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Forschungsmethoden soll analysiert werden, inwieweit transmediale Formate unterschiedlichen Mediennutzungsgewohnheiten von Buben und Mädchen gerecht werden und gleichzeitig Anreize schaffen, sich neuen, bislang wenig genutzten Medien zuzuwenden, Geschlechterrollen zu hinterfragen und alternative Identifikationsangebote zu erproben. Die Ergebnisse sollen Medienunternehmen dazu anregen, ihre Produkte gendersensibel und plattformübergreifend zu gestalten und dadurch neue Märkte zu erschließen.

Weiter zu den Forschungsergebnissen und zum Leitfaden: Transmedia Extensions.

 

Berichterstattung

Der Standard, 10.05.2017, „Wie Games coole Mädchen zum Leben erwecken

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FH-Prof. Mag. Dr. Rosa von Suess

FH-Prof. Mag. Dr. Rosa von Suess

FH-Dozentin
stellvertretende Studiengangsleiterin Medientechnik (BA)
Department Medien und Digitale Technologien
Leiterin Ausbildungsfernsehen c-tv
FH-Prof. Dr. Andreas Gebesmair

FH-Prof. Dr. Andreas Gebesmair

Institutsleiter Institut für Medienwirtschaft
stellvertretender Departmentleiter
Department Medien und Wirtschaft