Als Trainer bei Google

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Daniel Haslinger war Mentor bei einem Programm des kalifornischen IT-Unternehmens

FH-Lektor und Netzwerklabor-Verantwortlicher Daniel Haslinger vom Department Informatik und Security der FH St. Pölten nimmt seit mehreren Jahren am „Google Summer of Code (GSoC)“ als Mentor teil. In diesem Programm können Studierende aus aller Welt für drei Monate im Rahmen eines Praktikums an Open-Source-Projekten arbeiten. Google übernimmt das Honorar für die Studierenden und stellt Infrastruktur sowie Mentorinnen und Mentoren bereit. Die Auswahl der in Frage kommenden Studierenden erfolgt durch die Mentorinnen und Mentoren anhand von Bewerbungsgesprächen und praktischen Aufnahmeprüfungen.

Im Sommer nahm Haslinger zudem gemeinsam mit circa 200 Mentorinnen und Mentoren im neu errichteten Google Office Moffett Place in Sunnyvale, Kalifornien, am sogenannten „Google Summer of Code Mentor Summit“ teil. Die Mentorinnen und Mentoren entwickelten dabei drei Tage lang gemeinsam mit Google das Programm weiter, um es auch in Zukunft für Open-Source-Organisationen und Studierende attraktiv und erfolgreich zu gestalten.

Die teilnehmenden Open-Source-Projekte sind renommiert. Neben dem Honeynet Project, einer internationalen Gruppe von ForscherInnen, an der Haslinger seit 2013 aktiv mitwirkt, nahmen unter anderem VertreterInnen von Aerospace Research, dem Kernforschungszentrum CERN, der Linux Foundation, Mozilla, OpenStreetMap und Python teil.

Barista, Kino, Kindergarten

„Die internationale Vernetzung mit führenden Projekten und die Chance, bei diesem Programm mitzuarbeiten und seine Zukunft zu gestalten, sind schon einzigartig“, sagt Haslinger. Darüber hinaus hat der Google-Campus aber auch für die Angestellten und Gäste einiges zu bieten: Eigens angestellte Baristas, Fitnessräume, Kino und Kindergarten. MitarbeiterInnen, die ihr Notebook oder Smartphone vergessen, steht in Sekundenschnelle ein Ersatzgerät für den Tag zur Verfügung. Seinen Fokus legt das Unternehmen auf der Möglichkeit zur Entfaltung, unter anderem wird das durch die kompromisslose Unterstützung der MitarbeiterInnen erreicht, berichtet Haslinger.

Kontakt zum Programm über Forschungsgruppe

Den Kontakt zum Programm bekam Haslinger 2013 über seine Diplomarbeit. Für diese arbeitete er mit der internationalen Forschungsgruppe „The Honeynet Project“ an der Weiterentwicklung eines Honeypots für vernetzte industrielle Steuerungssysteme (ICS). Unter einem Honeypot versteht man in der IT-Sicherheit eine Falle als Lockmittel für AngreiferInnen oder Schadsoftware, gewissermaßen einen Honigtopf.

„Es wird durch echte Infrastruktur oder im Rahmen einer Simulation ein verwundbares System bereitgestellt. Kritische Infrastrukturen können nachempfunden und über das Internet zur Verfügung gestellt werden. Unautorisierte Zugriffe werden auf diese harmlosen Ziele umgeleitet und wir erhalten Einblicke in die Abläufe und teilweise auch die Motivation hinter den Angriffen“, erklärt Haslinger.

Google Summer of Code

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