Campus der Zukunft

Das Modell für den Ausbau der Fachhochschule lässt die Dimension erkennen:Architekt Sascha Bradic, Bürgermeister Mag. Matthias Stadler, ÖAGG-Generalsekretärin Mag. Anna-Maria Pleischl und FH-Geschäftsführer DI Gernot Kohl präsentierten die Pläne für den Ausbau und die Gründung der Privatuniversität für Psychotherapie in der Fachhochschule St. Pölten.

Präsentation des Architekturentwurfs zum Ausbau der Fachhochschule

Heute wurden der siegreiche Architekturentwurf für den Campus der Zukunft sowie das Konzept der Privatuniversität bei einer Pressekonferenz im Beisein von Bürgermeister Mag Stadler präsentiert.

Aufgrund des stetigen Wachstums und der steigenden Zahl an Studierenden und Beschäftigten wird die Fachhochschule räumlich erweitert: Bis 2020 soll ein Zubau entstehen, der im Verbund mit dem bestehenden Gebäude einen „Campus der Zukunft“ bilden soll. In einem Wettbewerb wurde das Architekturbüro NMPB Architekten ZT GmbH Wien, das auch schon das bestehende Gebäude geplant hat, für den Neubau ausgewählt.

Wachstum der Fachhochschule

Die Fachhochschule St. Pölten bildet aktuell rund 2.650 Studierende aus und ist Arbeitsplatz für etwa 300 hauptberufliche MitarbeiterInnen sowie rund 650 nebenberufliche Lektorinnen und Lektoren. Das stetige Wachstum erfordert nun eine räumliche Erweiterung. Der geplante Zubau soll rund 12.000 Quadratmeter Bruttogeschoßfläche umfassen.

In Verbindung mit dem bestehenden Gebäude stehen damit zukünftig insgesamt rund 30.000 Quadratmeter Campusfläche zur Verfügung. Beide Gebäude werden räumlich miteinander auf allen Ebenen verbunden sein und zu einem Campusgebäude verschmelzen, welches zu einem Vorzeigeprojekt im Hochschulbereich werden soll. Die Errichtungskosten für den Zubau betragen ca. 30 Millionen Euro (netto). Bezugsfertig soll der Zubau mit Beginn des Sommersemesters 2020 sind.

„Die Fachhochschule St. Pölten hat sich sehr erfolgreich entwickelt und sich in den 20 Jahren ihres Bestehens zu einer bedeutenden Bildungs- und Forschungsinstitution etabliert. Sie zählt heute zu den forschungsstärksten Fachhochschulen in Österreich und ist Vorreiterin bei innovativen Lehrmethoden und pädagogisch-didaktischen Konzepten“, so Bürgermeister Matthias Stadler. „Mit dem Ausbau schaffen wir die Voraussetzung für eine erfolgreiche Weiterentwicklung und die Schaffung zusätzlicher Studienplätze.“

Ein „Campus der Zukunft“ entsteht

Am „Campus der Zukunft“ sollen innovative Lehr- und Lernräume sowie zukunftsweisende Arbeitsplätze entstehen. 16 Seminarräume werden flexibel und interaktiv nutzbar eingerichtet. Zahlreiche Gruppenarbeits-, Projekt- und Selbstlernplätze werden den Studierenden Raum für vertiefendes Lernen geben. Eine moderne Bibliothek sowie ein Lernlab und Lerncafe stehen zusätzlich zur Verfügung. Eine großzügige und offene Aula sowie öffentliche Flächen bieten Platz für Aufenthalt und Kommunikation. Auch der umgebende Außenbereich wird zum Lernen und Verweilen einladen.

Zudem werden „State-of-the-art“-Labore eingerichtet und ein Showroom bietet die Möglichkeit, Forschungsprojekte und -ergebnisse vorzustellen. Auch den Teams im Förderprogramm creative pre-incubator, mit dem die FH St. Pölten Studierende und Alumni bei der Unternehmensgründung unterstützt, sowie Start-ups wird der neue „Campus der Zukunft“ Platz bieten.

Enge Einbeziehung von MitarbeiterInnen und Studierenden

Die Planungen für den neuen Campus sind bereits weit fortgeschritten. Vorbereitend dazu hat ein Projektteam der FH St. Pölten gemeinsam mit dem Planungsbüro nonconform in einem partizipativen Prozess mit intensiver Einbindung der MitarbeiterInnen und der Studierenden Bedarf und Anforderungen erhoben sowie Pilotseminarräume und -arbeitsplätze eingerichtet und evaluiert.

"Die FH St. Pölten versteht sich als ‘best place to study’ sowie ‘best place to work’. Bestmögliche Lern- und Arbeitsergebnisse stehen im engen Zusammenhang mit der räumlichen Umgebung. Wir möchten mit flexibel nutzbaren Räumen künftig innovative didaktische Konzepte noch stärker unterstützen. Für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bieten kommunikative und stille Büros je nach Aufgabe optimale Arbeitsplatzumgebungen. Wir haben schon vieles entwickelt sowie ausprobiert und die positiven Rückmeldungen zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, so FH-Geschäftsführer Gernot Kohl.

NMPB Architekten ZT GmbH mit FCP GmbH gewinnen den Architektenwettbewerb

Im Rahmen eines Architektenwettbewerbs, bei dem zahlreiche in- und ausländische Architekturbüros teilgenommen haben, ist das Architekturbüro NMPB Architekten ZT GmbH Wien mit FCP GmbH, welches auch schon das bestehende Gebäude geplant hat, als Sieger hervorgegangen. Die Jury setzte sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Landeshauptstadt St. Pölten, der Fachhochschule St. Pölten und externen Experten zusammen. „Dem Architekturbüro NMBP ist es gelungen, unseren Bedarf, unsere Anforderungen sowie die Idee eines gesamthaften ‚Campus der Zukunft‘ planerisch am besten umzusetzen“, erklärt Jurymitglied Gernot Kohl.

„Das neue und das bestehende Gebäude ergänzen sich sowohl räumlich als auch funktionell und bilden den FH-Campus für das 21. Jahrhundert“, erklärt Architekt Sascha Bradic von der NMPB Architekten ZT GmbH Wien.

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