Diätologie beim Kongress Essstörungen 2015

Diätologie Absolventin Kerstin Neuhold präsentiert Bachelorarbeit

Absolventin präsentiert ihre Bachelorarbeit als Poster im Rahmen der Tagung des Netzwerks Essstörungen in Alpbach.

Kerstin Neuhold, BSc hat ihre Bachelorarbeit zum Thema „Entwicklung eines Schnell-Screenings zur Abklärung der Verdachtsdiagnose einer Essstörung bei Adipösen im Rahmen einer Ernährungsberatung“ im Rahmen der 23. Internationalen Wissenschaftlichen Tagung des Netzwerks Essstörungen von 15. bis 17. Oktober 2015 in Alpbach in Tirol präsentiert. Die Arbeit wurde in Kooperation mit dem Psychosomatischen Zentrum Waldviertel (PSZW) in Eggenburg (NÖ) durchgeführt und wird von Alexandra Kolm, MSc, FH-Dozentin im Studiengang Diätologie und Mag. Sandra Gnauer vom PSZW betreut.

Erstellung eines Schnell-Screenings

Ziel der Bachelorarbeit war die Erstellung eines Screenings, um DiätologInnen die Möglichkeit zu bieten, im Rahmen einer Ernährungsberatung den Verdacht auf ein gestörtes Essverhalten bei Adipösen äußern zu können. Beinahe jede/jeder dritte Adipöse leidet unter einem gestörten Essverhalten wie beispielsweise einer Binge Eating Disorder. Studien konnten belegen, dass das Auftreten einer Essstörung unter Adipösen eine negative Auswirkung auf die Gewichtsreduktion hat bzw. auch zu einem weiteren Anstieg des Gewichts führen kann. Da aufgrund der Adipositas das Risiko an körperlichen Komorbiditäten zu erkranken deutlich steigt, ist es besonders wichtig Gewicht zu reduzieren und begleitend ein gestörtes Essverhalten zu therapieren. Aus diesem Grund kam es zu der Zielsetzung, ein Schnell-Screening zu erstellen.

Bedeutung für die Praxis

Eine interdisziplinäre Behandlung der Adipositas sowie einer Essstörung ist maßgeblich für eine erfolgreiche Gewichtsreduktion. Grundlegend hierfür ist, das Auftreten eines gestörten Essverhaltens zu erkennen. Der Einsatz eines Screenings macht es möglich, rasch den Verdacht auf das Vorliegen eines gestörten Essverhaltens zu äußern, um in weiterer Folge die Empfehlung zu einer diagnostischen Abklärung bei PsychologInnen aussprechen zu können. Derzeit existieren zwar Screenings für die Verdachtsdiagnose einer Essstörung in der Allgemeinbevölkerung wie beispielsweise der SKOFF-Questionnaire, diese sind aber nicht spezifisch für Adipöse ausgelegt.

Die Arbeit dient als Basis zur weiteren Forschung, im Studienjahr 2015/2016 arbeiten drei Studentinnen des Studiengangs Diätologie an der Weiterführung in Form einer Bachelorarbeit.

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