Dozent als Beobachter bei Katastrophenübung

Einsatztruppe Cobra und Rotes Kreuz

Stefan Rottensteiner, Dozent im Studiengang Gesundheits- und Krankenpflege, nahm an gemeinsamer Übung von Rotem Kreuz und Einsatzkommando Cobra teil.

Das Rote Kreuz Wiener Neustadt und das Einsatzkommando Cobra führten Anfang Oktober eine Katastrophenübung durch, an der Stefan Rottensteiner, BSc, MA, Dozent im Studiengang Gesundheits- und Krankenpflege, als Beobachter anwesend war.

Realitätsnaher Übungseinsatz

Übungsannahme war ein Amoklauf im Bezirksgericht Wiener Neustadt. Nachdem der "Täter" außer Gefecht gesetzt wurde, begann die Bergung der verletzten Personen. Dabei handelte es sich um drei durch Schusswunden schwerverletzte und zwei leichtverletzte Personen, die von den Beamten der Cobra erstversorgt und dann aus der "heißen Zone" in einen Triageraum verbracht wurden. Im Anschluss erfolgte die Übergabe der Erstversorgungsmaßnahmen an das Rote Kreuz.

Beobachtung des Einsatzverlaufs

Die Aufgabe der Beobachter lag primär auf der Überprüfung der soft skills während des Einsatzes. Schwerpunkte waren dabei die Übergabe der PatientInnen von Polizei an Rotes Kreuz, der Umgang der Notärzte mit fünf Verletzten, die Kommunikation zwischen der Einsatzleitung der Polizei und der Einsatzleitung des Rotes Kreuzes, die Triagierung der Verletzten durch die Notärzte, die Beurteilung der Transportpriorität sowie der Informationsverlust bei der Übergabe der PatientInnen, d.h. wie viel Information zu welchem Zeitpunkt verloren geht.

Zu Beginn der Übung gab es eine organisationsübergreifende Einsatztaktikbesprechung und im Anschluss an die Übung ein ausführliches Debriefing, bei dem zuerst Cobra und Rotes Kreuz gemeinsam und danach jede Organisation eigenständig die Eindrücke und Verbesserungspotentiale des realitätsnahen Einsatzes diskutierte.

Die Rolle des Beobachters hat speziell in dieser Nachbesprechung einen besonderen Stellenwert, da die beobachtende Person die einzelnen Übungsszenarien im Blick hat und auch den einzelnen TeilnehmerInnen gezielt Feedback geben können muss. Stefan Rottensteiner, selbst seit mehreren Jahren als Notfallsanitäter in Wiener Neustadt tätig, brachte bei dieser Übung seine Erfahrung in der Präklinik und in der medizinischen Simulation mit ein.

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