GAAS Meeting: erfolgreiche Intervention

TeilnehmerInnen des 6. GAAS-Meetings in Wien

Treffen des Projektteams, um den bisherigen und kommenden Verlauf der Intervention sowie nächste Schritte zu diskutieren und zu planen.

Das Projektteam von GAAS (Projekt zur Förderung der Gesundheitskompetenzen von Jugendlichen, die sich nicht in Ausbildung, Arbeit oder Schulung befinden) fand sich am 23. Juni 2016 in Wien ein, um den Zwischenstand der Intervention, das heißt die von April bis Juni 2016 stattgefundenen Aktionstage rund um Ernährung und Bewegung, zu reflektieren. Auf Basis der bisherigen Erfahrungen wurden die kommenden Aktionstage geplant, um den Jugendlichen im NEET-Status (NEET = not in education, employment or training) ein angepasstes und verbessertes Gesundheitsangebot zur Verfügung zu stellen.

Positives Feedback der Jugendlichen und TrainerInnen

Studierende der Ernährungswissenschaften, Diätologie und Physiotherapie haben mit den Jugendlichen sogenannte Aktionstage gestaltet, an denen vorwiegend Inhalte der Themen Ernährung und Bewegung spielerisch vermittelt wurden. Darüber hinaus wurde die mentale Gesundheit in Form von Entspannungsübungen integriert. Um die Intervention laufend zu verbessern, wurde nach jedem Aktionstag Feedback von den teilnehmenden Jugendlichen und deren TrainerInnen eingeholt, welches zusammengefasst zu Beginn des Meetings präsentiert wurde. Die von April bis Juni 2016 stattgefundenen Aktionstage sind sowohl bei den Jugendlichen als auch deren TrainerInnen sehr gut angekommen, wie das zahlreiche positive Feedback bestätigt. Insbesondere wurde auch der Austausch zwischen Studierenden und Jugendlichen von allen Beteiligten als wertvoll und erfolgreich wahrgenommen.

Planung weiterer Aktionstage

Im Anschluss an die Präsentation des Feedbacks wurde im Plenum diskutiert, welche Best-Practice-Methoden und neue Inhalte für die kommenden Aktionstage Anwendung finden sollen. Bei den zukünftigen Aktionstagen wird neben den Themen Ernährung und Bewegung auch die mentale Gesundheit eine bedeutende Rolle spielen. Um dieses Thema bestmöglich mit den Jugendlichen zu behandeln, gestalten ExpertInnen von „intakt – Therapiezentrum für Menschen mit Essstörungen“ und der „Fachstelle für Suchtprävention NÖ“ einen Workshop für die Jugendlichen der beteiligten Organisationen Produktionsschule spacelab (Wien) und der Mobilen Jugendarbeit Nordrand (St. Pölten).

Nächste Schritte

Entwicklung eines Produkts zur Ernährungskommunikation

Die Ergebnisse der IST-Analyse zeigen, dass der Konsum von süßen Getränken und Energydrinks unter den Jugendlichen hoch ist und derartige Getränke eine bedeutende Rolle für den jugendlichen Lebensstil spielen. Auf Basis dieser Ergebnisse wird ein Getränk als Produkt zur Ernährungskommunikation entwickelt.

In den folgenden Monaten rückt nun die Getränkeentwicklung in den Fokus. Dabei soll die Gestaltung der Rezeptur und des Etiketts partizipativ mit den Jugendlichen erfolgen. Diese zielgruppenorientierte Gestaltung soll den Jugendlichen dabei helfen, Ernährungsinformationen besser zu verstehen, zu beurteilen und selbstverantwortlich zu handeln. Zudem soll das innovative Getränk nach Projektende auch anderen Organisationen der Jugendarbeit oder Schulen zur Verfügung stehen.

Konzeptionierung eines Lehrgangs

Neben der Getränkeentwicklung beginnt ab Herbst 2016 auch die Konzeptionierung des ernährungsspezifischen Lehrgangs. Dieses Fortbildungsangebot richtet sich an Personen mit psychosozialer Grundausbildung und wird mit Lehrveranstaltungen an der Universität Wien und Fachhochschule St. Pölten durchgeführt. Die Teilnehmenden haben mit dem Lehrgang die Möglichkeit, ihr Gesundheits- und Ernährungswissen zu vertiefen und können dies in weiterer Folge zur gesundheitsförderlichen Gestaltung ihrer Organisationen einsetzen.

 

Insgesamt konnte sich das Projektteam beim Meeting in Wien nicht nur über das positive Feedback zu den Aktionstagen sondern auch über die frühzeitige Erreichung von Projektzielen und die angenommene Mitgliedschaft in der Österreichischen Plattform Gesundheitskompetenz (ÖPGK) freuen.

Weiterführende Informationen zum Projekt GAAS sind auf der Website des Projekts zu finden.

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