Geplante Privatuniversität

Pressekonferenz zum Ausbau der Fachhochschule und der geplanten Privatuniversität

Auf Initiative des ÖAGG (Österreichischer Arbeitskreis für Gruppentherapie und Gruppendynamik) wurde in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule St. Pölten und mit Unterstützung der Landeshauptstadt St. Pölten ein Konzept für eine neue Privatuniversität ausgearbeitet, die am Campus der FH St. Pölten untergebracht werden soll.

Angeboten werden sollen an der Privatuniversität in der ersten Entwicklungsphase drei Bachelorstudien und zwei Masterstudien mit je 30 Studienplätzen pro Jahrgang. Geplant sind die Studiengänge in Psychotherapie (Bachelor Psychosoziale Intervention und Master Psychotherapie) und in Humanwissenschaften (Bachelor Angewandte Humanwissenschaften sowie Society-Art-Technology und Master Multimediale Kunsttherapie).

Die in Fachkreisen diskutierte „Akademisierung der Psychotherapie“ wird in der Novelle des Psychotherapiegesetzes Eingang finden. Die Privatuniversität bietet ein konsekutives Studium der Psychotherapie und bietet so den angehenden PsychotherapeutInnen ein Studium auf „Augenhöhe“ mit Psychologie und Medizin.

Studiengänge für sozialen Entwicklungs- und Veränderungsprozesse

Die Studiengänge der Humanwissenschaften reagieren auf die sozialen Entwicklungs- und Veränderungsprozesse in Österreich, die unter anderem einer demografischen Umgestaltung geschuldet sind. Grund dafür ist nicht nur die zunehmende Alterung der österreichischen Bevölkerung, sondern auch die steigende Zuwanderung nach Österreich. Neben der Altenbetreuung und dem Migrationsmanagement ist auch die generelle Hilfeleistung von armutsgefährdeten Personen und Familien ein relevantes Betätigungsfeld.

Laut AMS-Qualifikationsbarometer wird die Zahl an Menschen in psychosozialen Problemlagen steigen und der soziale Bereich infolgedessen ein kontinuierliches Beschäftigungswachstum erwarten. Die Privatuniversität reagiert auf die angesprochenen Veränderungen und bietet zukunftsorientierten Menschen mit Problembewusstsein Studiengänge, die sie befähigen wissenschaftlich orientiert am Puls der Zeit zu handeln.

Derzeit arbeiten die Entwicklungsteams mit Vertreterinnen und Vertretern von ÖAGG, FH St. Pölten sowie externen Expertinnen und Experten an der Einreichung zur Akkreditierung. Geplanter Start der ersten Studiengänge ist im Wintersemester 2018/19, vorbehaltlich der erforderlichen Akkreditierung durch die AQ Austria. In weiterer Folge soll das Angebot durch Lehrgänge ergänzt werden. Damit werden beim vorläufigen Vollausbau bis zu 400 Studierende an der Privatuniversität studieren.

Gründung einer Hochschulen-Holding

Die Eigentümer der Privatuniversität sollen zu 50 Prozent der Verein ÖAGG und zu 50 Prozent die Landeshauptstadt St. Pölten sein. Damit einhergehend wird eine „Hochschulen St. Pölten Holding GmbH“ im 100-prozentigen Eigentum der Landeshauptstadt gegründet, welche sowohl die Beteiligung der Privatuniversität als auch die Beteiligung der „Fachhochschule St. Pölten GmbH“ managen wird. Am 13. Dezember sollen dazu im Gemeinderat der Landeshauptstadt St. Pölten die entsprechenden Beschlüsse gefasst werden.

Fachhochschule und Privatuniversität nutzen Synergien

Die neue Privatuniversität wird gemeinsam mit der Fachhochschule im „Campus der Zukunft“ angesiedelt sein. „Die Fachhochschule St. Pölten wird mit der Privatuniversität eng kooperieren. Die gemeinsame Nutzung der Infrastruktur und von zentralen Serviceeinrichtungen ergeben vielfältige Synergien. Interessante Möglichkeiten der Zusammenarbeit wird es in Lehre und Forschung auch auf fachlicher Ebene geben“, erläutert Kohl.

„Die thematisch und methodisch innovative Fachhochschule ist in Verbindung mit ihrer kompetenten organisatorischen Umsetzung ein idealer Partner für die Gründung der Privatuniversität. Das Propädeutikum des ÖAGG kooperiert schon seit einigen Jahren mit der Fachhochschule – zur beidseitigen vollen Zufriedenheit“, sagt Anna-Maria Pleischl, Generalsekretärin des ÖAGG.

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