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Haus der Digitalisierung nimmt Fahrt auf

Auftaktveranstaltung an der FH St. Pölten

Haus der Digitalisierung nimmt Fahrt auf
Haus der Digitalisierung nimmt Fahrt auf
Copyright: Martin Hoermandinger

In der Digitalisierungsstrategie des Landes Niederösterreich sind konkrete Maßnahmen definiert, um Land und Leute fit für die Digitalisierung zu machen. Ein zentrales Projekt ist das „Haus der Digitalisierung“, das in mehreren Etappen umgesetzt wird. Diese Woche Mittwoch präsentierte Wirtschafts- und Technologielandesrätin Petra Bohuslav gemeinsam mit WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl im Rahmen einer hochkarätigen Fachveranstaltung an der FH St. Pölten die „erste Ausbaustufe“.

Das Haus der Digitalisierung ist in einem ersten Schritt als niederösterreichisches Ökosystem aus Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung konzipiert. Es soll Unternehmen den Zugang zu wissenschaftlichen Einrichtungen erleichtern, gemeinsam Forschung betreiben, Leit- und Demonstrationsprojekte umsetzen und disziplinübergreifendes Arbeiten über Instituts- und Sektorengrenzen hinweg forcieren. 

Knotenpunkte und Beitrag der FH St. Pölten

Beim Haus der Digitalisierung stellen mehrere Knotenpunkte in St. Pölten Krems, Wieselburg, Wiener Neustadt und Klosterneuburg ihr Know-How für Unternehmen zur Verfügung. Die FH St. Pölten ist am Knotenpunkt St. Pölten beteiligt. 

Durch ihre Expertise im Zusammenhang mit Digitalisierung ist die FH St. Pölten als aktive Partnerin mit der Wirtschaft und relevanten Institutionen vernetzt. Die Verbindung der Themengebiete in Lehre und Forschung schafft Raum für interdisziplinäre wissenschaftliche Erkenntnisse, Produkte und Lösungen für Wirtschaft und Gesellschaft. Beim Haus der Digitalisierung bringt die FH St. Pölten ihre Erfahrung mit zehn Schwerpunkten ein: Dazu gehören unter anderem IT-Sicherheitsberatung, Data Science, Machine Learning und Artificial Intelligence, digitalen Technologien (AR/VR, IoT, Blockchain, NFC, RFID), digitale Kommunikation und Geschäftsmodelle, Themen der Industrie 4.0 sowie assistierende Technologien für Gesundheit, Sozialwesen und Mobilität.

Unternehmen beim digitalen Wandel unterstützen

In Niederösterreich gibt es bereits hervorragend etablierte Zentren im Bereich der Digitalisierung. Im „Haus der Digitalisierung“ fungieren diese Zentren und Initiativen als digitale Knotenpunkte, die mit einem intelligenten digitalen Netzwerk sowohl untereinander als auch mit anderen in- und ausländischen Netzwerken eng verknüpft sind.

Damit entsteht ein niederösterreichweites Kompetenz-Netzwerk, das das Digitalisierungs-Know-how allen niederösterreichischen Unternehmen und Start-ups zugänglich macht und sie beim digitalen Wandel unterstützt. Diese ganze Bandbreite an Unterstützungsangeboten ist aber nur im Netzwerk möglich – in einer breiten Zusammenarbeit aller in Niederösterreich relevanter Institutionen und Einrichtungen.

Digitalisierung zum Anfassen

Im Rahmen des Events wurden die Knotenpunkte im Detail vorgestellt. Expertinnen und Experten gaben Einblicke aus der Praxis zu den Schwerpunkten Virtual Reality, Augmented Reality und IT Security. Als Highlight erlebten die Gäste an 18 Stationen „Digitalisierung zum Anfassen“. Dabei spannte sich der Bogen von einer Augmented-Reality-Sightseeing-App oder einer Schuhsohle, die das Gehen hörbar macht, über Anwendungen in der Baubranche, bis hin zu digitaler Forensik im Arbeitsspeicher oder der Möglichkeit, mittels App persönlich ein Satelliten-Triebwerk zu montieren.

Die Veranstaltung hat gezeigt, dass Digitalisierung alle Bereiche des Lebens und der Wirtschaft betrifft. Daher sei es besonders wichtig, dass die heimischen Betriebe mit dem ‚Haus der Digitalisierung‘ und den hochspezialisierten Knotenpunkten ab sofort ein noch breiteres Unterstützungs- und Informationsangebot zur Verfügung haben. Mit der operativen Umsetzung dieses Leuchtturmprojekts ist die niederösterreichische Wirtschaftsagentur ecoplus betraut.

Das „Haus der Digitalisierung“ wird sich in den kommenden Jahren von einem internationalen Kompetenz-Zentrum über ein virtuelles Haus hin zu einem physischen „Haus der Digitalisierung“ entwickeln, das in Tulln entstehen wird. Für den nächsten Schritt – das virtuelle Haus der Digitalisierung – wurde ein Open-Innovation-Crowdsourcing-Prozess gestartet, um die zukünftigen Nutzer möglichst eng in die Entwicklung einzubinden.