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Kamingespräch zum Thema „Programmatic Advertising“

Fachveranstaltung des Studiengangs Media- und Kommunikationsberatung der FH St. Pölten

Kamingespräch zum Thema „Programmatic Advertising“
v.l.n.r.: Helmut Kammerzelt, Studiengangsleiter Bachelor Studiengang Media- und Kommunikationsberatung, Barbara Klinser-Kammerzelt, Moderatorin des Kamingesprächs und André Böttcher, Vortragender beim Kamingespräch Mediaplanung.

Der Studiengang Media- und Kommunikationsberatung der Fachhochschule St. Pölten veranstaltete unter dem Titel „Die Entzauberung von Programmatic Advertising – warum wir auch morgen noch klassische Mediaplanung betreiben werden“ ein Kamingespräch mit dem Experten André Böttcher.

Annäherung von Mensch und Technik

Wie verändert die Digitalisierung die Mediaplanung? Welche Probleme kann Programmatic Advertising lösen? Und in welchen Punkten siegt nach wie vor die persönliche Planung zusammen mit Mediaplanerinnen und Mediaplanern? Diese und viele weitere Aspekte wurden im Zuge des Kamingesprächs Mediaplanung des Studiengangs Media- und Kommunikationsberatung der FH St. Pölten diskutiert.

Als Vortragender konnte André Böttcher, Experte für Analyse, Aufbereitung und Präsentation von Markt‐ und Mediaforschungsdaten zur Medienvermarktung und Mediaplanung, gewonnen werden. Die Moderation des Kamingesprächs übernahm Barbara Klinser-Kammerzelt. Böttcher gab zu Beginn zu bedenken, dass Mensch und Technik immer näher zusammenwachsen würden, wodurch Programmierung sowie der Einsatz von Algorithmen mehr an Bedeutung gewinnen. Herausfordernd sei dabei heutzutage unter anderem die steigende Anzahl an Angeboten bei sinkender Reichweite.

Standards als Basis - Daten im Visier

Laut Böttcher betrifft Programmatic Advertising nicht nur Online, sondern jegliche Kanäle und Gattungen. „Es muss Standards geben, die Anbieter müssen einheitlich agieren. Wenn das gewährleistet ist, dann kann Programmatic überall zum Einsatz kommen“, führt Böttcher die Anforderungen näher aus. Noch seien diese Bedingungen kaum gegeben. Auch das Publikum der Veranstaltung stimmte zu, dass es international einige gute Beispiele für Programmatic Advertising in klassischen Medien gibt, in Österreich allerdings kaum Beispiele entstanden sind.

Daten seien laut Böttcher genügend vorhanden. Die Frage sei, ob diese auch sinnvoll eingesetzt und ihr Potenzial ausgeschöpft wird. Brandaktuelle Herausforderungen für die programmatische Herangehensweise stellen für Böttcher darüber hinaus die Datenschutzgrundverordnung sowie die E-Privacy-Verordnung dar. Demnach befände sich auch Programmatic Advertising in einem stetigen Veränderungs- und Weiterentwicklungsprozess.