ÖMCCV Forschungsförderungspreis an Diätologinnen

Preisverleihung an Julia Berger und Magdalena Einfalt

Zwei Absolventinnen des Studiengangs Diätologie erhielten für ihre Bachelorarbeit den diesjährigen Forschungsförderungspreis der ÖMCCV.

Im Rahmen des Updates Gastroenterologie-Stoffwechsel vom 3. bis 5. November 2016 im Congress Innsbruck fand erstmals der Tiroler Drei-Länder CED-Tag statt. Neben vielfältigen Beiträgen von ÄrztInnen, DiätologInnen und Mitgliedern der Selbsthilfegruppen für chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED) wurde der diesjährige Forschungsförderungspreis der Österreichischen Morbus Crohn - Colitis Ulcerosa Vereinigung (ÖMCCV) verliehen. Heuer ging dieser an Julia Berger, BSc und Magdalena Einfalt, BSc – beide Absolventinnen des Studiengangs Diätologie der FH St. Pölten.

Um Menschen mit CED im Umgang mit ihrer Erkrankung zu unterstützen, organisierte die Universitätsklinik Innsbruck gemeinsam mit deutschsprachigen Selbsthilfevereinigungen am 3. November 2016 einen länderübergreifenden CED-Tag. Das Programm beinhaltete unter anderem neueste Informationen und Tipps zur Therapie von chronisch entzündlichen Darmerkrankungen und sollte vor allem als Informationsveranstaltung für Betroffene dienen.

Forschungsförderungspreises 2016 für Bachelorarbeit zum Thema Ernährung bei CED

Einen der Höhepunkte des CED-Tages stellte die Verleihung des diesjährigen Forschungsförderungspreises der ÖMCCV dar. Dieser wurde an Julia Berger, BSc und Magdalena Einfalt, BSc - Absolventinnen des Studienganges Diätologie 2012/2015 - für die beste der eingereichten wissenschaftlichen Arbeiten vergeben. Die Bachelorarbeit wurde im Rahmen des Drei-Länder CED-Tages präsentiert und hatte das Thema „Chronisch entzündliche Darmerkrankungen – Überblick adjuvanter Ernährungsformen und Darstellung der Betroffenenperspektive basierend auf qualitativen Interviews“. Zum einen wurden mögliche positive Effekte auf die CED durch evidenzbasierte, adjuvante Ernährungsformen erhoben. In einem zweiten Schritt wurde der Fokus auf die Betroffenenperspektive gelegt und deren Erfahrungswerte in Bezug auf Ernährung analysiert, denn zunehmend interessieren sich Betroffene für spezielle Ernährungsempfehlungen, unter anderem auch veganen Ernährung, zur Verbesserung ihres Krankheitsgeschehens. Da jedoch keine spezifische Diät bei diesen Erkrankungen, Colitis Ulcerosa oder Morbus Crohn, existiert und der aktuelle Ernährungsstatus der Betroffenen berücksichtigt werden muss, ist es schwierig, pauschale Ernährungsempfehlungen zu erteilen.

In der Bachelorarbeit konnte die Wichtigkeit der individuellen Betrachtung der PatientInnen in der ernährungstherapeutischen Behandlung bestätigt werden. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit und eine kontinuierliche Betreuung von CED-Betroffenen ist aufgrund ihrer Individualität in Bezug auf Krankheitsverlauf, Schweregrad der Erkrankung und der unterschiedlichen Lebenswelten unumgänglich.

Gratulation vom Studiengangsteam

„Wir gratulieren den beiden Preisträgerinnen und es freut uns, dass zwei Absolventinnen des Studiengangs Diätologie an der FH St. Pölten für ihre Bachelorarbeit ausgezeichnet wurden. Ein Fokus in der therapiewissenschaftlichen Forschung ist die NutzerInnenperspektive. Damit entsteht für die angewandte Forschung eine datengestützte Grundlage für patientInnen- und angehörigenfreundlichere Interventionen wodurch bessere Ergebnisse im Krankheitsverlauf erreicht werden können“, sagt die stellvertretende Studiengangsleiterin FH-Prof. Daniela Wewerka-Kreimel, MBA, die diese wissenschaftliche Arbeit fachlich betreute.

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