Studieren im "E-Health Country"

Markus Bertl in Estland

Markus Bertl, Student im interdisziplinären Master Studiengang Digital Healthcare, absolviert als Pionier ein Auslandssemester an der TalTech.

Der Digital-Healthcare-Student Markus Bertl verbringt das Wintersemester 2018/19 als Gaststudent in Estland. Im Interview erzählt er von seinen Beweggründen und Erfahrungen.

Wieso haben Sie sich für ein Auslandssemester entschieden? Und warum an der Tallinn University of Technology?

Bertl: Ein Auslandssemester bietet die Möglichkeit andere Kulturen, Sichtweisen und neue Personen, Herangehensweisen und Probleme kennenzulernen. Die Entscheidung, am TalTech zu studieren, fiel nicht schwer. Estland ist international als „E-Health Country“ bekannt. Dinge wie Delivery Robots, elektronisches Signieren, E-Voting oder nationale Health Records, Genom-Datenbanken, Telemedizin in Krankenhäusern, aber auch im Rettungsdienst und intelligente Clinical-Decision-Support-Systeme sind dort Alltag. Ein Unternehmen lässt sich in wenigen Stunden gründen und das alles komplett online und von überall auf der Welt. Viele der EntwicklerInnen dieser innovativen Systeme unterrichten an der Universität, dadurch haben Studierende die Möglichkeit, von Expertinnen und Experten mit real-world experience zu lernen.

Inwiefern profitieren Sie vom Studium im Ausland?

Bertl: Das Semester am TalTech ermöglicht mir in einem internationalen, interdisziplinären Umfeld zu studieren, zusätzlich zu der Ausbildung an der FH St. Pölten einen anderen Blickwinkel auf das Thema "Digital Healthcare" zu bekommen und Vorlesungen von anerkannten Koryphäen aus verschiedenen Bereichen zu besuchen, die auch viel individuelle Guidance bieten.

Welche Unterschiede zur FH St. Pölten sind Ihnen aufgefallen?

Bertl: Als größten Unterschied empfinde ich den hohen Fokus auf wissenschaftliches Arbeiten am TalTech. Sehr positiv aufgefallen ist, dass neben dem intensiven Studium der Literatur die praktischen Anwendungen des erlernten Wissens nicht zu kurz kommen – zum Beispiel gibt es einige Praktika in Krankenhäusern, um den Ablauf in der realen Welt zu sehen. Die große Auswahl an Lehrveranstaltungen im E-Health- und E-Governance-Umfeld ermöglicht es auch, sich individuell nach seinen Interessen weiterbilden zu können und die Lehrenden sind gerne bereit, die Studierenden in ihre Forschungsprojekte mit einzubinden. 

Welche drei Tipps würden Sie anderen Studierenden im Bezug auf ein Auslandssemester geben?

Bertl:

  1. Rechtzeitig planen! Uni, Job, Learning Agreement, Unterkunft und Flug – ist das erledigt, steht einem nichts mehr im Weg.
  2. Die Chance nutzen, um internationale Kontakte zu Professorinnen und Professoren, Unternehmen und Studierenden zu knüpfen.
  3. Bei der Auswahl der Vorlesungen überlegen, welche das Studium ideal ergänzen und auch den Mut haben Vorlesungen zu besuchen die nicht direkt ins eigentliche Curriculum passen, um auch einen Blick über den Tellerrand zu bekommen.  

Digital Healthcare studieren

Im Master Studiengang Digital Healthcare an der FH St. Pölten lernen Gesundheits- und Technikexpertinnen und -experten gemeinsam Methoden und technische Werkzeuge, um konkrete Lösungen für Prävention, Diagnostik, Therapie und Pflege zu konzipieren und entwickeln. Im Zentrum steht der praktische Nutzen für Patientinnen und Patienten, deren Angehörige und vor allem Gesundheitsprofessionistinnen und -professionisten.

Mehr Informationen unter www.fhstp.ac.at/mdh.

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