Tag der Diversität: Schutzbefohlene in St. Pölten

"Die Schutzbefohlenen" an der FH St. Pölten

Im Rahmen des "Tages der Diversität" zeigte das Kollektiv "Die Schweigende Mehrheit" Elfriede Jelineks Stück "Die Schutzbefohlenen".

Es war der krönende Abschluss eines abwechslungsreichen Tages. Das Stück "Schutzbefohlene performen Jelineks Schutzbefohlene" reflektierte die aktuelle Situation von Menschen auf der Flucht in Österreich und seinen Nachbarländern. Die zahlreichen ZuschauerInnen erlebten eine beeindruckende und aufrührende Vorstellung. Auf Einladung des Bachelor Studiengangs Soziale Arbeit war das Kollektiv "Die Schweigende Mehrheit" zu Gast. Es war der Schlusspunkt eines Aktionstages an der Fachhochschule St. Pölten.

45 Studierende des 2. Semesters des Bachelor Studiengangs Soziale Arbeit organisierten unter der Leitung von Michaela Moser, Eva Grigori und Gertrude Eigelsreiter-Jashari an der Fachhochschule einen "Tag der Diversität". In einer interaktiven Ausstellung präsentierten sie ihre Arbeiten aus der Lehrveranstaltung "Diversität und Gender".

Was bedeutet Diversität für dich?

In ihren Beiträgen setzten sich die Studierenden mit selbstgewählten Facetten von Diversität. Die Nachrichtensendung "Diversity News" befasste sich mit der Situation der Toilettenauswahl von Transgender Personen und brachte einen Kommentar zu den hitzig geführten Debatten zu dem Thema in den USA. Das bathroom problem wurde auch vor Ort thematisiert. Die WCs der Fachhochschule wurden an diesem Tag ent-geschlechtlicht und sollten jeweils allen Geschlechtern offen stehen.

"Schönheit der Vielfalt" und "Frauen dieser Welt"

Studierende hatten Personen gebeten, ein Portraitfoto von sich machen zu lassen und Auskunft darüber zu geben, was sie an sich am liebsten mögen. Die Antworten reichen von überraschend hin zu erwartbar, von lustig hin zu nachdenklich stimmend. "Schönheit der Vielfalt" war der Titel der Foto-Präsentation, in der die Initiatorinnen und Initiatoren die Ergebnisse ihrer Arbeit präsentierten.

Eine weitere Präsentation unter dem Titel "Frauen dieser Welt" zeigte Weiblichkeiten international, unterlegt mit Musik. Im Anschluss gab es einen kurzen Fernsehbeitrag, in dem drei Teenager-Mädchen berichteten, wie sie Rassismus in Österreich erleben, und ihren Wunsch äußerten, dieser möge endlich aufhören.

Info-Plakate informierten über die Situation von Schwulen, Lesben, Transgender Personen in Österreich allgemein und zum Adoptionsrecht im Speziellen. Mit dem Verkauf an Muffins für einen guten Zweck thematisierten die Studierenden ökonomische Diskriminierung. Männer zahlten ebenso mehr wie großgewachsene Menschen mit ungefärbten Haaren. Parallel machten sie mit einem Plakat auf die Ungleichbehandlung von Frauen am Arbeitsmarkt aufmerksam.

Eine Ausstellung zum Mitmachen

Vielfältige Beiträge rundeten das vielfältige Angebot der Austellung ab und luden zum Mitmachen ein. Studierende befassten sich in einem Plakat mit den Möglichkeiten zur geschlechter-neutralen, -gerechten und -verfielfältigen Gestaltung von Sprache. Das interaktive Spiel "Genderquest" und der Test "Wie männlich bist du?" hinterfragten auf humorvolle Weise Geschlechterkonstruktionen und bestehende Vorurteile.

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