Verbesserung der sozialen Dimension an Hochschulen

Fachenquete „Studierenden-Sozialerhebung 2015 – Die Lage der Fachhochschulstudierenden auf dem Prüfstand“

Fachenquete „Studierenden-Sozialerhebung 2015 – Die Lage der Fachhochschulstudierenden auf dem Prüfstand“

Eröffnet wurde die Enquete durch Horst Pammer (Vizepräsident der AK Niederösterreich) und FH-Prof. Mag. Dr. Monika Vyslouzil, die darauf hinwies, dass bereits bei der Bologna-Ministerkonferenz in Yerevan in 2015 sich die Mitgliedsstaaten darauf verständigten, nationale Strategien zur Verbesserung der sozialen Dimension im Hochschulbereich zu entwickeln.  „Manche Zielsetzungen im Sinne der Erhöhung von Diversität werden nicht allein von den Hochschulen erfolgreich verfolgt werden können, wenn sich die Situation im Vorfeld – sprich in den Schulen und in der Gesellschaft allgemein nicht ändert.“ so die Kollegiumsleiterin der FH St.Pölten.

Bericht über soziale Lage der Studierenden

In seiner Keynote präsentierte Mag. Martin Unger vom Institut für Höhere Studien die für die Enquete relevanten Ergebnisse der Studierenden-Sozialerhebung 2015. Das IHS führte im Auftrag des BMWFW im Sommersemester 2015 eine Online-Befragung unter allen Studierenden an öffentlichen/privaten Universitäten, Fachhochschulen und Pädagogischen Hochschulen in Österreich durch. Im Bericht wurde sehr detailliert auf die soziale Lage der Studierenden eingegangen.

Dabei zeigte sich, dass die Studierendengruppen an den Fachhochschulen immer heterogener werden. Die sogenannten nicht-traditionell Studierenden stellen eine ständig größer werdende und bedeutungsvollere Zielgruppe für die Hochschulen dar. Die veränderte Situation stellt sowohl Studierende als auch Hochschulen vor neue Herausforderungen, diese wurden im Rahmen der Enquete in drei thematischen Workshops diskutiert: Vereinbarkeit von Studium und Beruf, Beihilfen und Förderungen und Zugang für nicht-traditionell Studierende.

Berufsbegleitende Studiengänge gefragt

In der anschließenden Diskussion wurde herausgehoben, dass in Niederösterreich mehr berufsbegleitende Studiengänge und bessere Bedingungen für berufstätige Studierende benötigt werden. Dazu gehöre mehr Flexibilität bei den Aufnahmekriterien, speziell für Studienwillige ohne Matura und eine bessere Anerkennung beruflich erworbener Qualifikationen. Auch die Altersgrenzen für die Studienbeihilfe sollten angehoben werden, da die StudienanfängerInnen in Österreich immer älter werden und mehr ein Studium aufnehmen, nachdem sie ein paar Jahre Berufserfahrung gesammelt haben.

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