Projekt Railcheck

#Bahntechnologie und Mobilität (BA) #Nationales Kooperationsprojekt

In diesem Projekt im Rahmen der Science Fair wurde ein System entwickelt, das Schienenbrüche proaktiv und infrastrukturbasiert aufspürt. Bei der Abschlussveranstaltung der Science Fair NÖ 2018 wurde dem Publikum als Ergebnis ein voll funktionsfähiger Detektionsroboter vorgestellt.

Projektgruppe mit Detektionsroboter

In Zusammenarbeit zwischen der Polytechnischen Schule Mistelbach/Fachbereich SMART Techtronics und der FH St. Pölten/Departement Bahntechnologie und Mobilität wurde im Projekt mit dem Titel "Railcheck" ein infrastrukturintegriertes Schienenbruch-Detektionssystems entwickelt. Die von Hirut Grossberger und Martin Kalteis begleitete Projektgruppe um Fachlehrer Klemens Hofer entwickelte ein System, das Schienenbrüche proaktiv und infrastrukturbasiert aufspürt. Bei der Abschlussveranstaltung der Science Fair NÖ 2018 an der FH St. Pölten am 29. und 30. Mai 2018 wurde dem Publikum als Ergebnis ein voll funktionsfähiger Detektionsroboter für den Einsatz im Gleisbereich vorgestellt.

Schienen können aufgrund der hohen Belastungen durch Kräfte wie zum Beispiel Schwer- oder Beschleunigungskraft und Witterungseinflüsse (Temperatur etc.) brechen, was ein großes Sicherheitsrisiko für den Bahnbetrieb darstellt. Zur Detektion wurde daher ein zwischen den beiden Schienensträngen fahrender Roboter entwickelt. Der Roboter ist via App und WLAN ansteuerbar, kann mit Distanzsensoren Entfernungsdaten einlesen und die Daten auf eine App übertragen.

Die größten Herausforderungen bei der Entwicklung waren, den Prototypen so zu gestalten, dass der laufende Zugverkehr nicht behindert wird und der Prototyp selbst Hindernisse wie Bahnübergänge bzw. Weichen überfahren kann. Der entwickelte Ansatz ermöglicht durch ein spezielles Fahrgestell und einen mobilen und WLAN-nützenden Ansatz ein Maximum an Flexibilität und eine Reduktion der Kosten für Personal und Material.

In der Phase der ExpertInnenbegutachtung durch das BetreuerInnenteam der FH St. Pölten konnten die Höhe und die Stabilitätseigenschaften des Prototypen in Bezug auf Sogkräfte darüberfahrender Züge als mögliche Quellen von Risiken und Fehlern identifiziert werden. Eine Adaption des Prototypen in Hinblick auf diese möglichen Ursachen von Unregelmäßigkeiten ist möglich und stellt eine weitere Phase der Prototypenentwicklung dar.

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Dipl.-Ing. Dipl.-Ing. Dr. Grossberger Hirut

Dipl.-Ing. Dipl.-Ing. Dr. Hirut Grossberger

Researcher Carl Ritter von Ghega Institut für integrierte Mobilitätsforschung
Internationale Koordinatorin
Department Bahntechnologie und Mobilität