Bewegungsmuster bei Smartphones - ein neues biometrisches Merkmal?

Master Studiengang Information Security

Dipl.- Ing. Michael Taurer, BSc 
19.09.2014

Ausgangslage

Mit der Etablierung der Informationsgesellschaft haben Identifikationssysteme rasant an Interesse zugenommen, sei es bei dem Aspekt der Sicherheit oder auch für Personalisierungszwecke. Traditionelle Computersysteme verfügen meist nur über Identifizierungs- beziehungsweise Authentifizierungsverfahren basierend auf etwas, das man besitzt (Schlüssel, Magnetkarten oder Chipkarten) oder etwas, das man weiß (persönliche Identifikationsnummern und Passwörter). Diese Systeme können relativ einfach versagen, wie zum Beispiel beim Verlust eines Schlüssels oder einer Karte oder in Fällen von vergessenen Passwörtern und offengelegten PIN-Codes. Biometrische Erkennungssysteme verwenden individuelle menschliche Verhaltens- oder Körpercharakteristika, um Personen eindeutig zu identifizieren bzw. zu authentifizieren und somit Verlust und Diebstahl von Daten zu verhindern.

Ziel

Ziel dieser Arbeit ist es, auf aktuellen Smartphones integriertr Sensoren zu verwenden, um Bewegungsinformationen von unterschiedlichen Personen zu sammeln. Diese Informationen sollen anschließend dahingehend verwendet werden, festzustellen, ob Bewegungen/Aktivitäten wie Gehen, Laufen und Treppensteigen, ausgeführt von verschiedenen Personen, solch Differenzen aufweisen, um als einzigartig zu gelten. Unterscheiden sich die gemessenen Merkmale der ProbandInnen bei Bewegungsabläufen stark, so bietet sich weiterführend auch der mögliche Einsatz im Identifizierungs- beziehungsweise Authentifizierungswesen an.

Ergebnis

Die Diplomarbeit Bewegungsmuster bei Smartphones - ein neues biometrisches Merkmal hat mittels einem Proof-of-Concept gezeigt, dass die korrekte Erkennung beziehungsweise Identifikation von Personen, anhand von Bewegungen/Aktivitäten wie Gehen, Laufen und Treppensteigen, zu einem hohen Prozentsatz (bis zu 90%), möglich ist.

Ausblick

Für die in dieser Arbeit umgesetzte Teststellung standen 18 ProbandInnen zur Verfügung. Um eine allgemein gültige Aussage über die Eindeutigkeit körperlicher Bewegungen/Aktivitäten von Personen zu treffen, wird eine größere Anzahl an Testpersonen empfohlen.

FH-Betreuer: Mag. Dipl.-Ing. Marlies Temper