Anonymität beim Browsen

Bachelor Studiengang IT Security

Analyse des Nutzungsverhaltens und Verständnisses von verschiedenen Altersgruppen in Bezug auf das private Browsen

Cem Oeztuerk

Betreuer: DI Peter Kieseberg 

Ausgangslage

Die Abgabe eines wichtigen Dokuments steht bevor. In der Nähe gibt es nur fremde Geräte, die zur Benutzung bereitstehen. Doch die Privatsphäre ist wichtig und eigene Daten in ein fremdes Gerät einzutippen kommt nicht in Frage. Die Lösung ist der private Browsermodus. Durch dieses Werkzeug, welches von den meisten Webbrowsern mittlerweile angeboten wird, werden Browserdaten nach Schließung der Browserfenster gelöscht und bieten somit mehr Privatsphäre. Man loggt sich ein, gibt das Dokument ab und besucht noch einige Webseiten bevor das Gerät wieder zurückgegeben wird.

Zuhause angekommen wird das eigene Gerät wieder eingeschalten und bei der ersten Webseite erscheinen Werbungen der, im privaten Browsermodus, besuchten Webseiten. Trotz der Möglichkeiten die Privatsphäre dadurch besser schützen zu können, bringen diese Funktionen auch Gefahren mit sich. Es werden in diesem Modus private Daten eingegeben, ohne sich bewusst zu sein, dass man trotzdem nicht komplett anonym surfen kann und somit den angebotenen Schutz der Privatsphäre oft überschätzt. Diese Arbeit betrachtet daher den aktuellen Stand des privaten Browsermodus bei verschiedenen Anbietern und analysiert das Verständnis sowie das Nutzungsverhalten von Testpersonen in Bezug auf das private Browsen.

Ziel

Diese Arbeit hat sich zum Ziel gesetzt, inwieweit aktuelle Anbieter mit dem privaten Browsermodus Privatsphäre und Datenschutz anbieten können, sowie das Verständnis und das Nutzungsverhalten einer Gruppe von Personen detailliert zu analysieren und dadurch wertvolle Ergebnisse zu liefern.

Ergebnis

Im Rahmen dieser Arbeit konnten eine ausführliche Übersicht der aktuellen Anbieter des privaten Browsermodus erstellt und hilfreiche Ergebnisse bei der Umfrage erzielt werden. Aufbauend auf diesen Analysen wurden Missverständnisse und Bedrohungen bei der Benutzung des privaten Browsermodus betrachtet und anschließend für die Aufklärung des Themas verwendet. Schlussendlich kam es zum Ergebnis, dass der Großteil der Testpersonen nach der Aufklärung trotzdem weiterhin diesen Modus verwendet, da es derzeit keine bessere Lösungen existieren. Aufgrund dessen ist der größte Wunsch der Befragten ein Browser mit mehr Funktionen zum Schutz der Privatsphäre.