Die Musketier-Strategie: Einer für alle, alle für einen – denn nur gemeinsam sind wir sicher

Bachelor Studiengang IT Security

Bettina Schöpf, BSc

Betreuer: Dipl.-Ing. Herfried Geyer

Ausgangslage

Unsere digitale Welt ist von Veränderungen geprägt und spiegelt einen neuen, kurzlebigen Zeitgeist wider, der unserer Persönlichkeit große Flexibilität abverlangt. Die Fähigkeit, Veränderungen als Chance zu sehen, ist für viele Menschen eine große Herausforderung und Belastung. Altbewährtes funktioniert vermeintlich ganz hervorragend und schützt vor dem Risiko, zu scheitern. Die Einführung eines Informationssicherheitssystems und die dazugehörige operative Umsetzung von Objectives & Controls ist ein solcher Veränderungsprozess und kann zu Widerstand führen. Im Rahmen dieser Arbeit wurde eruiert, wieso es bei bestimmten Personengruppen zu Widerständen kommt und wie man diesen begegnen kann.

Ziel

Es obliegt der Geschäftsleitung des Unternehmens, wie viel es in Sicherheit investieren möchte, damit es sich in einer akzeptablen Risikosituation befindet. Eines sollte man aber niemals vergessen: Im Zentrum jeder Entscheidung sollte immer der Mensch stehen, denn der Erfolg eines Unternehmens hängt unmittelbar von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ab. Deswegen sind große Projekte wie die Umsetzung eines ISMS (Information Security Management System) und die damit einhergehenden Veränderungen auch eine Herzenssache, da man nur mit viel Empathie und Einfühlungsvermögen erfolgreich sein kann. Umso wichtiger ist es daher, Veränderungen richtig zu kommunizieren, angemessen zu reagieren und Misskommunikation zu vermeiden. Die Musketier-Strategie soll nicht nur Ansätze empfehlen, um Veränderungen, insbesondere im Information-Security-Bereich, gemeinsam erfolgreich zu meistern, sondern auch die Beziehung zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu stärken. Das Credo ‘einer für alle, alle für einen‘ soll sie dabei unterstützen, gemeinsam den eingetretenen Weg zu verlassen und unkonventionelle Pfade zu beschreiten. Es soll ihnen helfen, offen für neue Wege zu sein, auch wenn von außen betrachtet alles wunderbar funktioniert.

Ergebnis

Mittels Literaturrecherche konnten Auslösefaktoren von auftretenden Widerständen gefunden werden. Die Ansätze zur Überwindung der Widerstände wurden mithilfe von Erfahrungswerten aus dem Personal-, Change-, Konflikt-, Projekt-, Informations- und Prozessmanagement konstruiert. Ergänzend wurden Techniken aus der Konfliktkommunikation, Mediation, dem Reframing und der Prozesskommunikation eingebettet. Es werden Methoden empfohlen, um eine gemeinsame Vision, gemeinsame Arbeitsroutinen und effektive Kollaborationsformen zu entwickeln, um in sich abgeschlossene Strukturen zu durchbrechen und um Raum für die Entfaltung von individuellen Potentialen und Kreativität zu schaffen.