Metadaten der Smartphone-Kommunikation

Bachelor Studiengang IT Security

Analyse von Metadaten der Smartphone-Kommunikation und Entwurf von Konzepten für Metadaten-Anonymisierung

Matthias Holzgethan, BSc
19.09.2014

Ausgangslage

Metadaten generell sind im Wesentlichen Zusatzinformationen zu den eigentlichen Daten. Wird mit einer Digitalkamera ein Urlaubsfoto aufgenommen, so wird normalerweise nicht nur das Foto abgespeichert, sondern auch noch zusätzliche Informationen, wie etwa das Aufnahmedatum, der Kamerahersteller, die Belichtungszeit und Ähnliches. Diese sogenannten Metadaten sind sehr wertvoll und geben unter Umständen sogar mehr Informationen preis als das eigentliche Foto. Im Kontext der Smartphone-Kommunikation sind Kamerahersteller und Belichtungszeit meist irrelevant. Hier sind, je nachdem um welche Kommunikation es sich handelt, eher Informationen wie der/die Absender/in und der/die Empfänger/in, die verwendeten Geräte, der Aufenthaltsort, das Datum und die Uhrzeit, die Dauer eines Telefonats und noch viele weitere Details von Bedeutung. Die Tatsache, dass diese Informationen bei nahezu jeder Kommunikation anfallen und in weiterer Folge auch meist durch Betreiber diverser Applikationen und sozialer Netzwerke abgespeichert werden, macht dieses Thema gerade heute so wichtig.

Ziel

In dieser Arbeit soll vor allem das Thema Metadaten behandelt werden. In erster Linie geht es darum herauszufinden, was Metadaten überhaupt sind. In weiterer Folge soll geklärt werden, was diese Metadaten über uns und unser tägliches Verhalten verraten können, wie diese Daten entstehen und warum sie so schützenswert sind. Anhand von Smartphone-Messengers soll analysiert werden, welche Metadaten nun wirklich übertragen werden und warum. Außerdem ist ein Ziel dieser Arbeit, herauszufinden, welche Möglichkeiten es gibt, Metadaten in der Kommunikation zu reduzieren, beziehungsweise wieso diese Möglichkeiten oft nicht umgesetzt werden.

Ergebnis

Zum Schluss kann gesagt werden, dass heute bei fast allen Kommunikationen Metadaten anfallen und in vielen Fällen auch gespeichert werden. Die meisten Smartphone-Messenger unternehmen wenig gegen diese Tatsache. Ein grundsätzliches Problem hierbei ist die Auswirkung auf die Benutzerfreundlichkeit der jeweiligen Applikation. Eine metadatenreduzierte Lösung würde diese nämlich in jedem Fall stark einschränken und in weiterer Folge mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer Verminderung der Anzahl an BenutzerInnen führen.

FH-Betreuer: Dipl.-Ing. Dr. Sebastian Schrittwieser