Dokumentation und Bewertung sozialarbeiterischer Betreuungsprozesse in der Primärversorgung (SA@PV)

#Soziale Arbeit (BA) #Ilse Arlt Institut für Soziale Inklusionsforschung #Studierenden-Projekt

Mitgestaltung der Profession durch anschauliche Umsetzung

Eine Primärversorgungseinheit (PVE) wird definiert als "…die allgemeine und direkt zugängliche erste Kontaktstelle für alle Menschen mit gesundheitlichen Problemen im Sinne einer umfassenden Grundversorgung. Sie soll den Versorgungsprozess koordinieren und gewährleistet ganzheitliche und kontinuierliche Betreuung." Im Sinne dieser umfassenden Grundversorgung handelt es sich um ein sehr breites Spektrum an ambulanter Akut- und Langzeitversorgung, Beratung, Gesundheitsförderung und Prävention bis hin zur Lotsenfunktion.

Zur Erbringung dieses Spektrums ist eine enge Zusammenarbeit unterschiedlicher Disziplinen wesentlich: mehrere Ärzt*innen, Vertreter*innen verschiedener Gesundheitsberufe inklusive Sozialarbeiter*innen betreuen dieselben Menschen. Diese multidisziplinäre Teamarbeit erfordert eine für alle Berufsgruppen verständliche Dokumentation. In Österreich ist im Rahmen der Kodierung das System ICPC2 (International Classification of Primary Care, Second edition) für alle Berufsgruppen verpflichtend vorgesehen.

Mit Stand Jänner 2020 waren in 14 von insgesamt 19 PVEs auch Sozialarbeiter*innen in die erweiterten Teams eingebunden. Es kann davon ausgegangen werden, dass sich in dieser Zeit in den regionalen Einheiten ein reichhaltiges berufsgruppenübergreifendes Wissen zum Umgang mit dem Thema Dokumentation und Beurteilung etabliert hat.

Ziele des Projekts sind die Erforschung der Ist-Situation sowie die Weiterentwicklung von Grundlagen der Dokumentation für Sozialarbeiter*innen. Den veränderten Bedingungen durch die aktuelle Pandemie Situation wird im Rahmen der Fragestellungen ausreichend Raum gegeben. Von zentraler Bedeutung ist die Entwicklung konkreter Produkte als operative Grundlagen für die Praxis.