Community Response Team

#2017/2018 (MA)

Aufsuchende professionelle Sozialarbeit im Gemeinwesen

Sich verstärkende Problemstellungen wie Einsamkeit, Betreuungsprobleme von Angehörigen, Obdachlosigkeit, Gewalt, Messietum, Horten von Tieren und Mangel an Selbsthilferessourcen bei einfachen medizinischen und sozialen Krisen fordern neue Lösungsansätze. Unter anderem aus Mangel an rund-um-die-Uhr-Erreichbarkeit und der teilweisen Spezialisierung sozialer Einrichtungen werden Betroffene primär in das rasch und niederschwellig erreichbare medizinische System gelenkt.

Dieses wird fachlich und mengenmäßig überlastet. Drehtürpatientinnen und -patienten sind ein Ergebnis dieser Fehlallokation. Die Situation könnte mit Angeboten der Sozialen Arbeit, wie präventiver Beratung, aufsuchender bzw. nachgehender Betreuung und Krisenintervention nachhaltig verbessert werden. Darüber hinaus sind transdisziplinäre Vernetzung und Verzahnung der Hilfeeinrichtungen gefordert, um diese Patientinnen und Patienten in Grundlagen der Selbsthilfe anzuleiten. Ziel ist es, einen für die realen Bedarfe passenden Point-of-Care zu finden, Betroffene auch im Sozialraum zu stärken und das Krankenhaus nachhaltig zu entlasten.

Im Rahmen der Pilotierung des telefonischen Gesundheitsberatungssystems Teweb werden zeitlich, räumlich und inhaltlich verlässliche Verweisungsmöglichkeiten zu sozialen Einrichtungen gesucht. Diese werden nicht durchgängig, flächendeckend, rund um die Uhr und spezialisiert vorhanden sein (können): Welche Reaktionsmöglichkeiten durch gemeinwesensnahe, aufsuchende Soziale Arbeit sind möglich? Wie können Ausbildungsmaßnahmen und institutionelle Anbindungen gestaltet werden?  Dabei dienen Community Response Teams aus den USA als Gedankenmodell.