Diversity – Parole oder Programm?

#Soziale Arbeit (MA) #Studierenden-Projekt

Diversity – Parole oder Programm? Eine diversitätsorientierte Analyse des Studiums Sozialer Arbeit

Soziale Gerechtigkeit, Menschenrechte, die gemeinsame Verantwortung und Achtung der Vielfalt gelten gemeinhin als professionsethische Grundsätze Sozialer Arbeit. Sie bilden die normativen Grundlagen, um gesellschaftliche und institutionelle Rahmenbedingungen, unter denen Soziale Arbeit stattfindet, zu analysieren, zu bewerten und soziale Veränderungen zu befördern. Das Bildungssystem als wesentlicher gesellschaftlicher Funktionsbereich gehört zu diesen Rahmenbedingungen. Durch es werden soziale Ein- und Ausschlüsse generiert, die sich im Zugang zum Erwerbsleben, Gesundheit, etc. niederschlagen. Fachhochschulen als Teil des Bildungssektors wirken an der Herstellung und Reproduktion der damit einhergehenden gesellschaftlichen Verhältnisse mit.

Vor dem Hintergrund ihrer professionsethischen Grundsätze einerseits und der Selektivität des Bildungswesens andererseits stellen sich für die Soziale Arbeit Fragen nach dem Umgang mit Vielfalt und Heterogenität im eigenen Studium an der Fachhochschule. Es sind insbesondere Fragen, die soziale Gerechtigkeit und Inklusion fokussieren: Welche Rolle spielen (bildungs-)biografische Faktoren, wie Geschlecht, ethnische Herkunft, sprachliche Kompetenzen, Erfahrungsdimensionen beim Zugang zu und im Studium? Wie durchlässig und inklusiv sind die entsprechenden Strukturen? Sind Benachteiligungen und Selektivitätsmechanismen zu beobachten und wie kann diesen begegnet werden? Schließlich geht es um die Frage, welche Bedeutung ein sozial gerechter Umgang mit Vielfalt im Studium Sozialer Arbeit für das Studium Soziale Arbeit, das professionelle Selbstverständnis der Studierenden, das Selbstverständnis der Profession sowie in weiterer Folge für die Praxis der Sozialen Arbeit hat.

Das vorliegende Projekt geht damit über die Frage nach gesellschaftlicher Inklusion hinaus und hat vor allem die eigene Profession und Ausbildung zum Forschungsgegenstand. Untersucht werden Zugangsbedingungen, Aufnahmeverfahren und Studienbedingungen im Studium Sozialer Arbeit. Damit verbunden werden Fragen zu vorherrschenden Machtverhältnissen, institutionellen Strukturen und deren Durchlässigkeit bearbeitet. Ziel des Projektes ist, Szenarien zu entwickeln, die für ein an Diversität orientiertes inklusives Studium förderlich sind und in weiterer Folge zur Weiterentwicklung der Profession beitragen können.