Family Group Conference – ein Verfahren erobert die Welt

#Soziale Arbeit (MA) #Ilse Arlt Institut für Soziale Inklusionsforschung #Studierenden-Projekt
  • Projektleitung:
    FH-Prof. DSA Mag. (FH) Christine Haselbacher
  • Externe MitarbeiterInnen:
    Studierende des Master Studiengangs Soziale Arbeit:
    Bauer-Unzeitig Carina, Geyerhofer Michael, Hagenauer Nina, Haslbauer Julia, Hinterbauer Timo, Krgo Edina, Mayer Sabine, Richter Veronika
  • Laufzeit:
    15.09.201030.06.2012
  • Kategorie:
    Studierenden-Projekt
  • Projektstatus:
    abgeschlossen

Auf der Suche nach nachhaltigen Lösungsvereinbarungen in schwierigen Familienkonstellationen werden im europäischen Raum seit einigen Jahren Modelle der Family Group Conference erprobt und evaluiert. Diese bieten eine Möglichkeit zu Vereinbarungen unter Einbezug der KlientInnen und ihrem erweiterten Familienkreis zu kommen. Mittlerweile hat es auch eine Ausdehnung auf andere sozialarbeiterische Handlungsfelder, wie die Hilfe für jugendliche StraftäterInnen, in der Schulsozialarbeit oder im Kontext familiärer Alten- und Pflegebetreuung erfahren.

In Österreich wird die Methode FGC noch nicht angewendet. Aus den bisherigen positiven Erfahrungen in anderen Ländern und den folgenden daraus resultierenden Aspekten, erscheint eine Implementierung jedoch als sehr sinnvoll. Im Rahmen des Masterprojektes sollen erste Familienräte in Niederösterreich durchgeführt, wissenschaftlich begleitet und evaluiert werden.

Dem Einbezug von Ideen und Vorstellungen von KlientInnen und ihrem familiären und sozialen Umfeld in die Betreuungs- und Beratungsarbeit wird seit einigen Jahren in der Sozialen Arbeit verstärkt Aufmerksamkeit gewidmet. Partizipation und Beteiligung bezieht einerseits Wünsche und Interessen von KlientInnen mit ein und wird andererseits der Leitlinie Ressourcenorientierung vieler sozialer Institutionen gerecht. Im Bereich der Jugendwohlfahrt werden die Betroffenen, insbesondere die erweiterte Familie bisher vergleichsweise nur wenig in die Entscheidungsfindung über Maßnahmen und die Entwicklung von Hilfeplanungen einbezogen. Dies führt oft dazu, dass es nicht gelingt, Lösungen zu erzielen, die auf Akzeptanz bei den betroffenen Familien stoßen, wodurch die Wirksamkeit von Maßnahmen beeinträchtigt wird. Insbesondere bei schwierigen Familienkonstellationen erscheint es daher notwendig, Modelle zu entwickeln, die einen stärkeren Einbezug aller Betroffenen ermöglicht. Das Verfahren „Family Group Conference“ (FGC) scheint dafür besonders geeignet.

Im Rahmen des Masterprojektes sollen erste Familienräte in Niederösterreich durchgeführt, wissenschaftlich begleitet und evaluiert werden.