Inklusions- und Exklusion von ZuwandererInnen

#Studierenden-Projekt
  • Projektleitung:
    Katharina Auer, BA, MA
  • Laufzeit:
    01.09.201630.06.2018
  • Kategorie:
    Studierenden-Projekt
  • Projektstatus:
    laufend

Inklusions- und Exklusionspraxen in der Migrationsgesellschaft im ländlichen Raum Niederösterreichs

Kommunen stehen seit geraumer Zeit vor der Herausforderung, ZuwanderInnen aus anderen Ländern in das Gemeinwesen einzubinden und entsprechende Praxen für diese Einbindung zu entwickeln. Angesichts der aktuellen Migrationsentwicklungen mit der Perspektive, dass in den kommenden Jahren vermehrt Menschen mit Fluchterfahrung in Gemeinden längerfristig leben werden, wird die Frage ihrer Einbindung in das Gemeinwesen an Bedeutung gewinnen. In der Forschung und Praxis wurden Fragen der Einbindung von ZuwanderInnen in das Gemeinwesen mit dem begrifflichen Konzept der Integration zu erfassen versucht.

Das begriffliche Konzept der sozialen Inklusion hat noch kaum Anwendung gefunden, um Einbindungsprozesse von ZuwandererInnen zu beschreiben. Aus sozialarbeitswissenschaftlicher Sicht hat dies aber ein besonderes Potential, weil dahinter ein erweitertes Verständnis zur Beschreibung dieser Prozesse besteht. Bezugnehmend darauf wird im Folgenden das vom Ilse Arlt Institut für Soziale Inklusionsforschung der FH St. Pölten erarbeitete Verständnis von Inklusion als „Möglichkeit der Nutzung und Mitgestaltung der gesellschaftlichen und sozialen Prozesse, wie jene der Produktion, Reproduktion, Kommunikation und Rekreation als Grundlage für eine selbstbestimmte Lebensführung.“ (Ilse Arlt Institut für Soziale Inklusionsforschung 2013), als Definitionsrahmen dieses Forschungsvorhabens verstanden.

Die Forschungsleitende Fragestellung des Projekts lautet: „Wie gestalten sich gemeinwesenbezogene Inklusions- und Exklusionspraxen, bezugnehmend auf Menschen mit Fluchterfahrung in ländlichen Gemeinden Niederösterreichs?“. Bezugnehmend auf den Inklusiven Definitionsrahmen sind Fragen zum Erleben von Inklusions- und Exklusionspraxen aus Sicht von Menschen mit Fluchterfahrung sowie von Menschen aus der Empfangsgesellschaft von Interesse. Soziale Arbeit soll mit Sozialraumorientierung als Fachkonzept eb. dieser, in diesem Forschungsprojekt besonders in den Fokus genommen werden.