Extrem familiär: Handlungskompetenzen der Kinder- und Jugendhilfe im Umgang mit Rechtsextremismus

#Ilse Arlt Institut für Soziale Inklusionsforschung #Soziale Arbeit (BA) #Studierenden-Projekt

Die Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe tragen dazu bei, die Rechte von Kindern "auf Förderung ihrer Entwicklung und Erziehung zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten zu unterstützen, sie vor allen Formen der Gewalt zu schützen und die Erziehungskraft der Familien zu stärken" (BMJF). Fachliches Handeln im Bereich Kinderschutz ist stets besonders gefordert, rechtliche, ethische und methodische Aspekte einzuhalten.

Eine besondere Herausforderung stellen dabei stark ideologisierte bzw. fanatisierte Familienmitglieder oder -zusammenhänge dar. Forschung zeigt die hohe Relevanz des familiären Umfeldes für spätere Radikalisierungsverläufe, wobei ideologisch begründete Erziehungsformen Gewalt und das Kindeswohl gefährdende Praktiken, wie etwa Abschottung, Disziplinierung, Verängstigung beinhalten können.

Zugleich zeigen Studien, dass Fachkräfte insbesondere gegenüber rechtsextrem eingestellten Personen Verunsicherungen verspüren – in der Gesprächsführung, Handlungsplanung, aber auch hinsichtlich der eigenen Sicherheit. Das geplante Projekt möchte Erfahrungen von Fachkräften mit Klient*innen i.w.S., die sie als "rechtsextrem" wahrnehmen, nachspüren, um diese sichtbar zu machen, zu systematisieren und ggf. "typische" Herausforderungen und erprobte Methoden zu benennen.