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Innovative Ideen für die Zukunft St. Pöltens

Über das SMARTUP-FORUM wurden bereits zahlreiche ambitionierte Projekte und Initiativen in der Region St. Pölten gestartet – so auch diesmal

Innovative Ideen für die Zukunft St. Pöltens
Gruppenfoto beim Smartup Forum
Copyright: FH St. Pölten / Tobias Jungmeier

Am 27. Februar 2020 fand im Rathaus St. Pölten zum 5. Mal das Smartup-Forum statt, bei dem innovative Projekte und Ideen einer Jury präsentiert wurden.

Das 5. Smartup Forum wurde in Kooperation mit der Plattform St. Pölten 2020 veranstaltet.

Verleihung von Smartup Stipendien

Zum zweiten Mal wurde das Smartup Stipendium an die kreativsten Köpfe vergeben. Elf interessante Projekte wurden eingereicht, mit großem Wert und Potenzial für die Stadt St. Pölten.

Vertreter*innen von accent Inkubator, riz up und Gründer-Koordinator der Stadt St. Pölten bildeten die Jury, die die Gewinner*innen kürte: Das Stipendium geht an "Ordito" von Eric Weisz und an "ARchimedes" von den FH-Studierenden Alisa Feldhofer, Huang Chen und Johannes Ambrosch.

Beide Teams erhalten im Zuge des Gewinnes 5.000 Euro, um ihre Ideen voranzutreiben. Durch ihre innovativen Ideen leisten sie einen wichtigen Beitrag zum Ökosystem SMARTUP – St. Pölten fördert Innovation.

Die ausgezeichneten Projekte

Ordito

Ordito entwickelt mithilfe von Machine-Learning-Algorithmen ein System für die Gastronomie, mit dem nicht notwendige Lebensmittelverschwendung vermieden werden soll. Ziel ist ein System zur Bedarfsprognose mit einem dazugehörigen Management-System, das datenbasiert Vorschläge an Gastronom*innen unterbreitet, um Waren- und Personalwirtschaft so zu optimieren, dass falsche Wareneinkäufe sowie fehlerhafte und große Lagermengen verhindert werden.

Mithilfe von Ordito sollen Gastronomiebetriebe bereits im Voraus abwägen können, welche Speisen benötigt werden, welche bereits vorbereitet werden müssen, wann kritische Ware nachbestellt werden sollen oder ob Rabattaktionen nötig sind, um Speisen rechtzeitig zu verarbeiten und zu verkaufen.

ARchimedes

Mathematik gehört bei vielen Schüler*innen zu den unbeliebtesten Fächern. Obwohl laut AK-Umfragen der Bedarf nach Nachhilfe steigt, wird immer weniger bezahlte Nachhilfe in Anspruch genommen. Dies könnte auf die hohen Kosten der persönlichen Nachhilfe zurückzuführen sein.

ARchimedes ist eine günstige Nachhilfe-Plattform, die den Zugang zu Mathematik und Nachhilfe erleichtern will. Die Plattform hält nicht nur Videos und Erklärungen bereit, sondern ermöglicht auch Spiele und Interaktion. Die Gründer*innen planen Kooperation mit St. Pöltener Schulen.

Großes Potenzial in St. Pölten

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion zogen Expert*innen über bisherige Projekte und Ideen eine Zwischenbilanz:

  • Wo stehen wir heute und wie geht es weiter?
  • Wie bringen sich bestehende Betriebe ein und inwiefern steigert sich die Innovationskraft St. Pöltens weiter?
  • Welche Rolle spielen in dem Zusammenhang die Hochschulen St. Pöltens und deren Forschungsschwerpunkte?
  • Welche Perspektiven stehen Stadt und Land offen und welche gemeinsamen Schritte sollen angestrebt werden?

Zu diesen spannenden Fragen diskutierten Albrecht Grossberger (Geschäftsführer NÖKU), Dominik Mesner (Obmann Plattform 2020) und Hannes Raffaseder (Geschäftsführung FH St. Pölten) mit dem Publikum.

Dominik Mesner: „Was den wenigsten bewusst ist: St. Pölten hat mehr Ausbildungsplätze als Einwohner*innen. Hier lauert ein enormes Potential an gut ausgebildeten, kreativen und höchst motivierten Geistern. Das sind alles wichtige Kompetenzen für die Zukunft.“

Hannes Raffaseder: „St. Pölten hat großes Potential und setzt bereits zahlreiche spannende Impulse. Beispielsweise sind zwei von bundesweit drei Digital Innovation Hubs stark in St. Pölten verankert und leisten wichtige Beiträge zur Steigerung der Innovationskraft vor allem von Klein- und Mittelunternehmen. Die Vision von St. Pölten als zukunftsweisende Modellregion für Mittelstädte und deren Umland treibt uns an. Wichtig ist dafür, dass wir in größeren Dimensionen denken und in jeder Hinsicht, durchaus auch auf europäischer Ebene, viel besser und intensiver kooperieren.“ 

Einig waren sich Publikum und Podium bei der Diskussion, wo St. Pölten sich verbessern kann: „Wir müssen viel mehr auf Marketing setzen und darüber reden, was sich hier alles Großartiges tut“.