Management-Ausbildung für Führungskräfte

Experte Roland Schallhaas, Business Development Manager, jobs.at

Experte Roland Schallhaas im Gespräch über Management & Personalmanagement

Experte Roland Schallhaas (Business Development Manager, jobs.at) im Gespräch mit Harald Rametsteiner (Leiter Master Lehrgang Digital Marketing) und Monika Kovarova-Simecek (Studiengangsleiterin Master Studiengang Wirtschafts- und Finanzkommunikation):

Wie schätzen Sie die Entwicklung im Management ein? Welchen Einfluss hat die Digitalisierung in der Personalführung?

Die zunehmende „VUCA World“ als Schlagwort für zunehmende Komplexität, Unsicherheit und Globalisierung verlangt den Einzug neuer Denkweisen und Instrumente in das Management. Die Märkte ändern sich mit rasanter Geschwindigkeit. Mit diesen Gegebenheiten muss auch das Management wachsen können, ohne dabei ihr wichtigstes Asset – ihre MitarbeiterInnen – zu vernachlässigen.

Das Mindset spielt hier die entscheidende Rolle:

  • Agilität
  • Experimente testen, lernen und adaptieren
  • Fehlertoleranz

– um nur einige Beispiele zu nennen.

Die Digitalisierung hat sicherlich die Märkte verändert, die Verhandlungsmacht der ArbeitnehmerInnen im Arbeitsmarkt ist eine andere als früher. Erfolgreiches Leadership ist dabei wichtiger denn je: Wie schaffe ich es, mit meiner Vision mitzureißen, Empathie zu entwickeln, Wertschätzung zu zeigen und MitarbeiterInnen zu „empowern“?

Welchen Stellenwert hat die Ausbildung in den Bereichen Management bzw. Personal?

Eine grundlegende Management-Ausbildung ist unabdingbar für Führungskräfte. Sie dient als Rüstzeug für den Berufseinstieg und dient als Fundament für die Weiterbildung während der Laufbahn. Einen besonders hohen Stellenwert nehmen für mich die Bildung sozialer Kompetenz sowie Projektkompetenz ein. Ständiges Lernen wird unser treuer Begleiter sein.

Wie beurteilen Sie das Konzept vom Studiengang Management & Digital Business der FH St. Pölten?

Die Verbindung von Management-Ausbildung und digitalen Kompetenzen macht Sinn. Gepaart mit der Schärfung eines digitalen, agilen Mindsets gibt diese eine tolle Basis. Die Bildung von Grundkenntnissen der Programmierung und Analytics ist ein weiteres Asset, um zukünftig verständnisvoll abteilungs- und teamübergreifend agieren zu können. Eine Herausforderung ist meiner Meinung nach, viele unterschiedliche Themen und Skills in relativ kurzer Zeit verständlich sowie praxisnah zu vermitteln.

Welche fachlichen und digitalen Anforderungen gibt es für junge Nachwuchskräfte für den Einstieg in der Branche?

Den Einstieg erleichtern neben dem fachlichen Fundament vor allem Kenntnisse über digitale Tools aus Bereichen wie

  • Analystics
  • Ads
  • Kommunikation
  • CRM
  • etc.

Hier sollten Einsteiger am besten schon operative Erfahrungen mitbringen. Als grundlegend sehe ich ein agiles, innovatives Mindset an. Am besten auch noch analytische Vorgangsweise, gute Kommunikation und Kreativität… Die Anforderungen sind also groß.

Aber: Entscheidend ist vielmehr der Wille, sich stetig weiter entwickeln zu wollen. ArbeitnehmerInnen werden permanent mit neuen, wechselnden Anforderungen konfrontiert sein.

Welche Karrieremöglichkeiten gibt es als Nachwuchskraft in Unternehmen?

Die Karrieremöglichkeiten sind vielschichtig:

  • Business Development
  • Personalmanagement
  • Organisationsentwicklung
  • Digitalen Marketing
  • Projekt- oder Produktmanagement
  • Analytics

Über allem steht das Tätigkeitsfeld zu finden, wofür man eine Leidenschaft entwickeln kann. Wenn man dann seine Stärken einsetzen kann und die extra Meile geht, kommen die Entwicklungsmöglichkeiten oft von alleine.

Gibt es für Sie als Experte einen aktuell besonders hilfreichen Tipp für Erfolg im Management im Umfeld der digitalen Transformation?

Ein Blick über den Tellerrand und eine Offenheit gegenüber neuen, digitalen Herausforderungen bilden die Grundlage für die Weiterentwicklung. Dies mit dem Tagesgeschäft zu vereinbaren, fokussiert zu sein und in die Unternehmensvision zu integrieren sehe ich als zentrale Herausforderung an.

MitarbeiterInnen wollen sich als Teil des Ganzen fühlen, sich einbringen und wertgeschätzt werden. Bezeichnend möchte ich eine für mich passende Parallele zum Fußball erwähnen, die der Erfolgstrainer von RB Salzburg, Jesse Marsch, kürzlich in einem Interview erwähnte.

Er meinte sinngemäß, dass nur etwa 25 Prozent seiner Arbeit mit rein fußballerischem und taktischem Training zu tun hat. Dem Spieler zuzuhören, ihn zu motivieren, jeden Spieler gemäß seiner Lebenssituation entsprechend zu behandeln, seinen Trainerstab einzubinden, Entscheidungen zu treffen und diese richtig zu kommunizieren sind für ihn die zentralen Herausforderungen.

Über die Unternehmen

Die Fachhochschule St. Pölten legt großes Gewicht auf die Entwicklung der digitalen Kompetenzen der Studierenden. Die Studiengänge Management & Digital Business* (Bachelor) und  Wirtschafts- und Finanzkommunikation (Master) bzw. der Master Lehrgang Digital Marketing vermitteln durch praxisnahe Aus- und Weiterbildung wirtschaftliche und digitale Fähigkeiten als Grundlage für Karriere im Management.

Mehr zum Thema Wirtschaft studieren an der FH St. Pölten finden Sie auf unserer Instagram-Plattform wirtschaft_studieren.

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* vorbehaltlich der Akkreditierung durch die AQ Austria

 

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