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Mehr Synergien zwischen Kunst, Technik und Politik

Fachhochschule St. Pölten stellt Initiative APART vor

Mehr Synergien zwischen Kunst, Technik und Politik
Diskussion "ART & TECH & POLICY"

Eine Online-Podiumsdiskussion zum Thema „ART & TECH & POLICY“ aus der FH St. Pölten widmete sich den Synergien zwischen Kunst, Technik und Diplomatie. Die FH stellte dabei auch die Initiative APART – the Austrian Plattform for Art and Tech Thinking vor. Sie fördert eine intensive Interaktion von Kunst und (digitalen) Technologien.

Ob in der Kunst, in der Technologiebranche oder in der Politik – all diese Bereiche schaffen ihre eigenen Parameter für den digitalen Wandel. Hochmoderne Technologien wie künstliche Intelligenz, Blockchain & Co verändern unsere Wirtschaft, unsere Gesellschaft und die Institutionen unserer Demokratie schon heute grundlegend. Außerdem stellen sie unsere Vorstellung davon, was es bedeutet, im digitalen Zeitalter Mensch zu sein, auf die Probe.

Für einen digitalen Humanismus und eine humanistische Digitalisierung

„Österreich ist ein Land der Wissenschaft und des Innovationsgeistes. Wir sind zudem Vorreiter in der Medienkunst und haben uns zu einem globalen digitalen Kulturzentrum entwickelt, das sich für menschenzentrierte Technologie und einen neuen digitalen Humanismus einsetzt“, so Martin Eichtinger, niederösterreichischer Landesrat für Wohnbau, Arbeit und internationale Beziehungen sowie ehemaliger Botschafter und Leiter der kulturpolitischen Sektion im Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres.

Er führt weiter aus: „Kreativität und Innovation sind der Schlüssel zur Weiterentwicklung des Wissensstandortes Österreich. Deshalb ist die APART-Initiative der Fachhochschule St. Pölten ein Leuchtturmprojekt in Niederösterreich im Bereich der Interaktion von Kunst und Technologie.“

Kunst ist wichtige Impulsgeberin

„Es braucht einen neuen, digitalen Humanismus oder vielleicht noch besser gesagt eine neue, humanistische Digitalisierung, um bestehende Barrieren zu durchbrechen, die Ziele des Menschen mit der Entwicklung digitaler Technologien zu vereinen und Bürger*innen die Teilnahme am öffentlichen Diskurs um diese Technologien der Zukunft zu ermöglichen. Künstlerische Erfahrungen und Handlungsweisen können dabei ganz wichtige Impulse einbringen“, erklärt Hannes Raffaseder, Chief Research and Innovation Officer der FH St. Pölten, führender Koordinator der European University E³UDRES², Komponist und Medienkünstler.

Am Podium diskutierten:

  • Landesrat Martin Eichtinger
  • Clara Blume – Kulturdiplomatin und Künstlerin in Silicon Valley und Leiterin des Open Austria Art + Tech Lab
  • Martin Rauchbauer – Austrian Tech Ambassador in San Francisco und Co-Director bei Open Austria
  • Gerin Trautenberger – Gründer und Inhaber von Microgiants Design & Research, Vorsitzender der Kreativwirtschaft Austria, Board Member des European Creative Business Network
  • Veronika Liebl – Director der European Projects und Managing Director FESTIVAL PRIX EXHIBITIONS bei Ars Electronica Linz
  • Hannes Raffaseder

Schnittstelle zwischen Kunst, Technik und Politik

Eine verstärkte Zusammenarbeit an der Schnittstelle zwischen Kunst, Technik und Politik ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Zukunft in einem grünen und digitalen Zeitalter. Künstler*innen spielen als kulturelle Botschafter*innen eine wichtige Rolle darin, den technischen Fortschritt in eine positive Entwicklung zu lenken.

„Die Zukunft ist interdisziplinär. Wir müssen das Silodenken aufbrechen, um Formen der Kooperation zu finden, die unseren globalen Problemen gewachsen sind. Das ist auch eine direkte Aufforderung an politische Entscheidungsträger*innen, die in (Weiter-)Bildung investieren und finanzielle Anreize schaffen müssen, um den Nährboden für eine Zusammenarbeit zwischen Künstler*innen, Humanist*innen, Technolog*innen, Wissenschaftler*innen und Politiker*innen zu gewährleisten. So machen wir Österreich zukunftsfähig“, sagt Clara Blume.

Neue Initiative APART

Die Podiumsdiskussion war auch die Auftaktveranstaltung der neuen Initiative APART, the Austrian Plattform for Art and Tech Thinking. Sie fördert eine intensive Interaktion von Kunst und (digitalen) Technologien. APART ist eine offene Plattform, die allen Institutionen, Initiativen und engagierten Einzelpersonen offen steht. Ziel ist, dass Menschen (wieder) im Mittelpunkt des digitalen Wandels und des technologischen Fortschritts stehen.

„In Österreich gibt es bereits viele spannende Initiativen und Einzelpersonen, die sich für einen digitalen Humanismus und Art & Tech Thinking einsetzen. APART fördert einen strukturierten Erfahrungs- und Wissensaustausch, bessere Kommunikation von Good Practice, eine stärkere Vernetzung und (strategische) Kooperationen, um einen Mehrwert für alle Beteiligten und einen größtmöglichen Einfluss zu erzielen“, sagt Franz Fidler, Leiter des Departments Medien & Digitale Technologien der FH St. Pölten, der die Initiative APART gemeinsam mit Hannes Raffaseder koordinieren wird.

APART wird von der Fachhochschule St. Pölten initiiert und organisiert. Weitere Gründungsmitglieder sind Open Austria, KAT – Kreativwirtschaft Austria und Ars Electronica. Der Digital Makers Hub und der Digital Innovation Hub Ost sind wichtige Kooperationspartner.

Kontakt: hannes.raffaseder@fhstp.ac.at

Diskussionsrunde "ART & TECH & POLICY"

Die Aufzeichnung der Veranstaltung können Sie hier ansehen:

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FH-Prof. Dipl.-Ing. Raffaseder Hannes

FH-Prof. Dipl.-Ing. Hannes Raffaseder

Geschäftsführung | Chief Research and Innovation Officer (CRO and CINO)
Fischer Petra, BA MA

Petra Fischer, BA MA

Mitarbeiterin Projektkoordination
Forschung und Wissenstransfer