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Online über das Projekt „INPRO“ informieren

Das Projekt "interprofessionalism in action!" berichtet über seine ersten Erkenntnisse. Der Blog-Auftakt auf der INPRO Homepage stammt aus Österreich.

Online über das Projekt „INPRO“ informieren
Grafik: In der Mitte steht INPRO-Pilot, darum herum die Wörter: Interprofessional, International, USE of ICF, Including Workfield, Online, Including real patients
Copyright: FH St. Pölten / Ursula Hemetek

Das von ERASMUS+ geförderte Projekt INPRO hat zum Ziel, die Patient*innenversorgung zu verbessern. Erreicht werden soll das durch den Austausch vielversprechender interprofessioneller Erfahrungen von berufstätigen und lernenden Gesundheits- und Sozialberufen aus ganz Europa.

Die ersten drei Erkenntnisse zu interprofessionellem, internationalen und patient*innen-orientiertem Lernen und Lehren sind jetzt online.

Online-Beiträge aus Österreich

Seit Ende Mai 2021 finden sich in den sozialen Medien und auf der offiziellen Projekt-Website aktuelle Informationen und Meilensteine im Fortgang des INPRO Projektes. Neben der Möglichkeit, sich für einen Newsletter und den Downloads der Projekterkenntnisse anzumelden, finden Interessierte ein Video mit INPRO-Rap und den ersten Blog-Beitrag.

Die Fachhochschule St. Pölten und das Moorheilbad Harbach hatten als aus Österreich agierende Projektpartner die Ehre, den ersten Blog-Beitrag für die neue Website zu verfassen.

Drei wesentliche erste Erkenntnisse

  1. Die Verknüpfung der Arbeit verschiedener Arbeitspakete ist ein andauernder Prozess, der viel Kommunikation benötigt. Es zahlt sich aus, Zeit in interne Absprachen zu investieren!
  2. Kommunikation über Online-Tools ist ein zentraler Förderfaktor für internationale Projekte. Die COVID-19-Pandemie half den Projektmitarbeiter*innen, ihre Fähigkeiten in deren Nutzung zu verbessern.
  3. Die Diversität an beruflichen, nationalen und institutionellen Rahmenstrukturen ist ebenso herausfordernd wie bereichernd.

Lesen Sie hier den gesamten Blog-Beitrag nach.

Innovative Interprofessionelle Lehre entwickeln

Die Top-3 Lernprozesse werden die Forscher*innen dabei unterstützen, Anfang Dezember erste Feasibility-Pilotversuche durchzuführen, denen 2022 weitere Usability-Pilotversuche folgen. Deren Themen sind:

  • „Global Interprofessional Classroom“
  • „Interprofessionelle Lehrveranstaltungen mit Praxispartnern“
  • „Interprofessionelle Fortbildungen für Professionist*innen“ 

Die Fachhochschule St. Pölten koordiniert das Arbeitspaket „Vielversprechende personenzentrierte und interprofessionelle Ansätze in Aus- und Fortbildung“. Dessen Ziel ist es, interprofessionelle Lehre für Gesundheits- und Sozialberufe so zu gestalten, dass sie im Sinne der Future-University viele Grenzen überschreitet.

Grafik_Inpro

Umfrage zu vielversprechender interprofessioneller Lehre

Der erste Teil des beschriebenen Arbeitspaketes beschäftigte sich damit, existierende Praxisbeispiele interprofessioneller Lehre in den Partner-Ländern Belgien, Finnland, Niederlande und Österreich zu erfassen. Dazu wurde ein Fragebogen an Hochschulen in diesen Partnerländern geschickt.

Die nun abgeschlossene „INPRO Expert-Inquiry 2021 on Practice Examples of Interprofessional Education in Austria, Belgium, Finland and the Netherlands“ führte zu einem projektinternen Forschungsbericht, auf dem nun aufbauend ein Prozessleitfaden entwickelt wird.

Länderübergreifende Lernerfahrungen

21 Lehrbeispiele aus neun Hochschulen wurden in dem sehr detaillierten Umfragebericht beschrieben. Die Fachhochschule St. Pölten steuerte dazu ebenfalls drei Beispiele bei, die bereits mögliche Synergien mit Lehrprojekten anderer Hochschulen erkennen lassen.

So könnten zwischen den professionsoffenen Projekten „iLab“ und „Future Factory“ aus Finnland spannende Erfahrungen und Vorhaben ausgetauscht werden, während sich der Pilotversuch „PROMISE“ Tipps von erfahrenen Großgruppen-Lernaktivitäten aus Belgien und den Niederlanden für seine curriculäre Implementierung in allen Gesundheits-Studiengängen einholen kann.

In Richtung Zusammenarbeit mit Praxispartner*innen und Patient*innen, welche eine zentrale Rolle im Projekt INPRO darstellt, steuert die FH St. Pölten Hinweise auf Entwicklungspotentiale aus der bereits curriculär verankerten Lehrveranstaltung „Interdisziplinäre Kommunikation“ des Bachelor Studiengangs Physiotherapie bei.

Die Ergebnisse der Erhebung geben Einsicht in Beispiele didaktischer Aufbereitung, Formulierung von Lernzielen und Kompetenzen. Es werden Barrieren und Förderfaktoren für interprofessionelle Lehre aus verschiedenen Ländern und Hochschulen beschrieben. Die gesammelten Daten werden derzeit von den INPRO-Forscher*innen als Inspiration und Anregung für die Entwicklung der nächsten Projektschritte genutzt.

Als öffentlich zugängliche Inspiration und Anregung für interessierte Lehrende und Lernende, werden die einzelnen Lehrbeispiele im Rahmen einer Masterarbeit von Theresa Draxler aus dem Masterstudiengang Digital Healthcare auf Basis einer Befragung Lehrender didaktisch fundiert visualisiert und auf der Projekt-Website veröffentlicht.

Mehr Infos

Zur Projekt-Website von INPRO

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